Erstellt am 15. Oktober 2014, 22:23

von APA/Red

Vier Schwerverletzte bei Familienfehde in Wien. Eine Familienfehde in Wien-Floridsdorf mit mindestens acht Beteiligten ist am Mittwochnachmittag eskaliert und forderte vier Schwerverletzte.

Drei Männer wurden durch Schüsse verletzt, laut Wiener Rettung waren davon zwei Beindurchschüsse. Ein weiteres Opfer wurde entweder durch einen Messerstich oder einen Steckschuss schwer verletzt. Vier unverletzte Personen wurden festgenommen.

Über die Hintergründe der Tat war auch am Abend noch nichts bekannt. Den ersten Einvernahmen nach, trafen sich die Männer mit drei Pkws bei einer Kleingartensiedlung in der Thayagasse/Petritschgasse. Hier ist die Situation offensichtlich eskaliert und die Schüsse fielen.

Nach der Tat dürften zwei der Verletzten gemeinsam mit einer weiteren unverletzt gebliebenen Person mit dem Auto geflohen sein, in der Eipeldauer Straße in Wien-Donaustadt konnten sie aufgrund der Verletzungen nicht mehr weiter und wurden von der Polizei gestellt. Alle Verletzten wurden ins Spital gebracht und notoperiert, einer davon wurde per Rettungshubschrauber ins SMZ-Ost gebracht. Die Polizei schloss nicht aus, dass weitere Beteiligte geflohen sein könnten.

Tatwaffe noch nicht gefunden

Polizeisprecher Thomas Keiblinger sagte, dass weitere Angaben zu den beteiligten Personen am Donnerstag vorliegen werden. Der genaue Tathergang werde erst nach der Befragung der Verletzten feststehen. Die zwei bei der Kleingartensiedlung vorgefundenen Pkw und das in der Eipeldauer Straße sichergestellte Auto wurden für weitere Untersuchungen zum Landeskriminalamt abtransportiert.

Eine Tatwaffe konnte bisher noch nicht sichergestellt werden, der großräumig abgesicherte Tatort wurde am Abend noch unter Zuhilfenahme von Scheinwerfern durchsucht. Gerüchte, wie etwa die Fahndung nach weiteren Personen oder die Suche nach einer Leiche, bestätigten sich nicht.