Erstellt am 11. Juli 2015, 19:20

von APA/Red

Vuillermoz lässt Franzosen jubeln. Der Franzose Alexis Vuillermoz vom Team AG2R hat für den ersten Tagessieg eines französischen Radfahrers bei der diesjährigen Tour de France gesorgt und damit Frankreich zum Jubeln gebracht.

 |  NOEN, APA (EPA)

Der 27-Jährige feierte auf der achten Etappe von Rennes nach Mur-de-Bretagne den größten Erfolg seiner Karriere. Er attackierte am 2,2 km langen Schlussanstieg und ließ alle Konkurrenten hinter sich. 

"Jeder Fahrer hat seine besonderen Stärken. Mir liegen diese kurzen und knackigen Anstiege eben", meinte der ehemalige Mountainbiker nach dem Rennen. Hinter Vuillermoz reihten sich der Ire Dan Martin und der Spanier Alejandro Valverde in der Tageswertung ein.

Frankreich wartet seit Bernard Hinaults letztem Triumph 1985 auf einen heimischen Tour-Gesamtsieger. Daher haben Tagessiege bei der Tour eine besondere Bedeutung: "Davon hatte ich immer geträumt - das ist unglaublich", verlieh Vuillermoz, der heuer bereits mit einem dritten Platz auf der dritten Etappe der "Grande Boucle" seine gute Form unter Beweis gestellt hatte, seiner Freude Ausdruck.

Im Gesamtklassement gab es unterdessen wenig Veränderung. In Führung liegt weiterhin Chris Froome vom Team Sky, der zehn Sekunden nach dem Sieger zeitgleich mit den meisten seiner direkten Konkurrenten die Ziellinie überquerte. Einzig Vorjahressieger Vincenzo Nibali büßte weitere zehn Sekunden auf das Gelbe Trikot ein. Peter Sagan aus der Slowakei liegt weiterhin elf Sekunden hinter Froome auf dem zweiten Zwischenrang. Der Sprinter hat allerdings keine Ambitionen in der Gesamtwertung.

Die drei österreichischen Vertreter Georg Preidler, Marco Haller und Matthias Brändle konnten sich am Samstag erneut nicht im Spitzenfeld positionieren und erreichten mit einiger Verspätung das Ziel. Preidler wurde als bester Österreicher mit 69 Sekunden Rückstand 57.

Am Sonntag steht mit dem Teamzeitfahren eine besondere Prüfung für die Mannschaften auf dem Programm. Über 28 km gilt es in der geschlossenen Formation die Strecke zurückzulegen. Neben dem Prolog ist dies der einzige Abschnitt der heurigen Tour, der im Zeitfahren zurückgelegt wird und damit die letzte Möglichkeit für die Spezialisten in dieser Disziplin, Zeit gut zu machen. Mit dieser Maßnahme wollten die Veranstalter der großen Schleife die Chancen ausgewiesener Bergspezialisten in der Gesamtwertung erhöhen, da diese traditionell keine guten Zeitfahrer sind.

Nach dem Ruhetag am Montag geht es in der zweiten Tour-Woche in die Pyrenäen. Unter anderem warten zwei Zielankünfte der höchsten Kategorie auf die Fahrer.