Erstellt am 07. April 2015, 20:53

WAC und Grödig im ÖFB-Cup-Halbfinale. Rapid muss weiter auf den ersten Gewinn des österreichischen Fußball-Cup-Titels seit 1995 warten.

Die Hütteldorfer verloren am Dienstag im Viertelfinale gegen den WAC mit 1:2 (0:2) und setzten ihre schwarze Auswärtsserie gegen die Wolfsberger fort. Der SV Grödig setzte sich zu Hause gegen den FAC mit 2:1 (2:1) durch. Am Abend ist Austria Wien in Kapfenberg zu Gast (Beginn: 20.30 Uhr).

Die Treffer für den WAC erzielten Manuel Kerhe (25.) und Christopher Wernitznig (28.), Philipp Schobesberger gelang Sekunden vor Schluss nur noch Resultatskosmetik. Damit nahm der WAC Revanche für das 1:4 gegen Rapid in der Bundesliga am vergangenen Samstag im Wiener Happel-Stadion.

Die Partie stand aufgrund des stürmischen Windes und des holprigen Geläufs auf spielerisch bescheidenem Niveau - die rund 3.000 Zuschauer sahen anstelle eines geordneten Spielaufbaus zahlreiche Fehlpässe. Der WAC konnte mit den schwierigen Bedingungen besser umgehen und wurde erstmals in der 7. Minute gefährlich, als Kerhe nach Fehler von Mario Sonnleitner am Tor vorbeischoss.

Neun Minuten später musste der WAC-Offensivspieler den Ball nur noch im Rutschen zum 1:0 über die Linie bugsieren. Davor hatte Hüttenbrenner Wernitznig eingesetzt, der einen optimalen Querpass auf Kerhe spielte.

In der 28. Minute stand es bereits 2:0 für die Gastgeber. Stefan Stangl verlor den Ball leichtfertig an Wernitznig, der aus der eigenen Hälfte Richtung Rapid-Tor zog. Innenverteidiger Maximilian Hofmann spekulierte offenbar mit einem Abspiel, machte die Schussbahn frei und Wernitznig traf mit einem satten Schuss ins lange Eck - Goalie Jan Novota, der den Vorzug gegenüber Marko Maric bekommen hatte, war machtlos.

Wenige Sekunden nach Wiederanpfiff rollte ein Schuss von Stefan Schwab aus guter Position genau in die Arme von WAC-Schlussmann Christian Dobnik. In der Folge machten die Wiener mit dem Wind im Rücken Druck, große Chancen blieben aber mit Ausnahme eines Kopfballes durch den eingewechselten Philipp Prosenik (85.) aus. Daran änderte auch die Einwechslung von Kapitän Steffen Hofmann in der 67. Minute nichts mehr. Das Ehrentor durch Philipp Schobesberger in der 95. Minute kam zu spät.

Die Grödiger starteten, gestärkt durch den wichtigen 3:2-Sieg bei Schlusslicht Admira Wacker Mödling am Samstag in der Liga, gut ins Spiel und übernahmen von Beginn an das Kommando. Schon nach einer Viertelstunde konnten die Schützlinge von Coach Michael Baur ihre Überlegenheit auch in die Führung ummünzen. Gschweidl kam im Rutschen im Strafraum an den Ball und traf nach einem Haken aus kurzer Distanz zum 1:0 (15.).

Das war auch bei einem Abschluss von Ilkay Durmus (27.) der Fall, der ersten Möglichkeit der Wiener. Aufseiten Grödigs prüfte Nutz FAC-Goalie Rene Swete, der dessen Kopfball toll parierte (31.). Statt 2:0 hieß es aber kurz darauf 1:1. Nach Sadovic-Hereingabe vollendete Duran aus kürzester Distanz aus dem Nichts zum Ausgleich (34.).

Die Grödiger zeigten aber sofort wieder eine Reaktion. Nach Potzmann-Vorarbeit zog Nutz vom Sechzehner ab und traf mit links genau ins Eck (39.). Swete hielt den FAC mit einer Parade bei einem Schütz-Schuss (44.) im Spiel, beim Nachschuss traf Venuto den Ball aus guter Position nicht wirklich.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich vor schütterer Kulisse eine offene Partie, in der die tapfer kämpfenden Wiener dem Ausgleich lange Zeit aber nicht wirklich nahe kamen. Die Grödiger hätten schon früher alles klar machen können. So sprang ein abgefälschter Schütz-Schuss von der Stange zurück (62.). Zudem schoss Gschweidl mit dem Außenrist am Tor vorbei (82.) sowie scheiterte am starken Swete (91.). Die letzte gute Aktion hatten die Wiener. Cican Stankovic konnte sich bei einer Doppelchance von Alois Prohaska sowie Philipp Steiner (93.) aber auszeichnen.