Erstellt am 28. September 2015, 13:01

von APA/Red

Rund 15 Prozent SP- und VP-Wähler gingen zur FPÖ. Der große Stimmenzuwachs der FPÖ bei der oberösterreichischen Landtagswahl beruht auch laut der Wählerstromanalyse auf starken Stimmenwanderungen von der ÖVP sowie der SPÖ hin zu den Freiheitlichen.

Haimbuchner konnte sich über Stimmenzuwachs freuen  |  NOEN, APA

Demnach entschieden sich jeweils rund 15 Prozent der Wähler von Rot und Schwarz vom Jahr 2009 dieses Mal für die FPÖ. Laut der von der ARGE Wahlen beim Institut für Wahl-, Sozial- und Methodenforschung in Auftrag gegebenen Erhebung votierten am Sonntag 61.600 ehemaliger ÖVP-Wähler für die FPÖ. Damit haben sich 15,4 Prozent der ÖVP-Wähler von 2009 dieses Mal für Blau entschieden.

31.900 ehemalige SPÖ-Wähler wanderten zur FPÖ

Ähnlich sieht die Statistik für die SPÖ aus: 31.900 ehemalige SPÖ-Wähler wanderten zu den Freiheitlichen, das sind 14,9 Prozent der roten Wähler vom letzten Urnengang. An die Grünen hat die SPÖ - prozentuell gesehen - mehr verloren als die ÖVP: 3,8 Prozent der ehemaligen SPÖ-Wähler entschieden sich diesmal für Grün, das sind 8.200 Stimmen. Von der ÖVP wanderten 2,2 Prozent ihrer ehemaligen Wähler zur Öko-Partei - in absoluten Zahlen 8.800 Stimmen.

Absolut verlor die ÖVP an die NEOS sogar mehr Stimmen als an die Grünen, nämlich 10.700 (oder 2,7 Prozent der Wähler von 2009). Die SPÖ verlor anteilsmäßig nahezu genauso viele Wähler in Richtung NEOS wie die ÖVP: 2,6 Prozent gingen zu den - letztlich gescheiterten - Pinken, in absoluten Zahlen waren es 5.500 Ex-SPÖ-Wähler.

79 bzw. 75 Prozent blieben ÖVP und SPÖ treu

In Richtung Nichtwähler verlor die SPÖ mehr Stimmen als die ÖVP: 7.100 bzw. 3,3 Prozent der ehemaligen roten Klientel blieb diesmal zu Hause. Bei der ÖVP waren es 3.000 Personen bzw. 0,7 Prozent der Wähler vom letzten Urnengang. Behalten konnte die ÖVP 79 Prozent ihrer Wähler aus 2009, bei der SPÖ blieben 75 Prozent der Wähler ihrer Partei treu.

Für sich gewinnen konnte hingegen die FPÖ bisherige Nichtwähler: 12.300 davon machten diesmal bei den Freiheitlichen ihr Kreuz. Die Grünen lukrierten aus diesem Pool 2.300 Stimmen.