Erstellt am 09. November 2016, 09:11

von APA Red

Republikaner Trump zum US-Präsidenten gewählt. Der Republikaner Donald Trump ist zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt worden. Seine demokratische Gegenkandidatin Hillary Clinton gestand in einem Telefonat mit Trump Mittwochfrüh ihre Niederlage ein, meldete der Sender CNN.

Trump wird der 45. US-Präsident  |  APA (AFP)

Die Nachrichtenagentur AP meldete zuvor, der Republikaner habe die nötigen 270 Wahlmännerstimmen zusammen. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen hatte der streitbare Milliardär zahlreiche sogenannte Swing States teils mit hauchdünner Mehrheit für sich entscheiden können. Clintons Wahlkampfleiter John Podesta sagte die in New York geplante Wahlparty ab.

Trump will "Präsident aller Amerikaner" sein. "Es ist Zeit für uns, als geeintes Volk zusammenzukommen", sagte er bei seiner Siegesrede Mittwochfrüh in New York. Er wolle denjenigen, die nicht für ihn gestimmt hätten, die Hand reichen und mit ihnen zusammenarbeiten. Es müsse nun die Arbeit beginnen, die USA und den "amerikanischen Traum zu erneuern".

 

 

Die Wunden des Wahlkampfes müssten geheilt werden. Als Beispiele nannte der Republikaner die Schaffung von Millionen von Jobs und den Wiederaufbau von Infrastruktur. Auch werde die USA unter seiner Präsidentschaft mit anderen Staaten zusammenarbeiten. "Die internationale Gemeinschaft soll wissen, wir werden die Interessen der USA immer voranstellen, aber wir werden alle fair behandeln", sagt er.

Die beide Kandidaten hatten sich in den vergangenen Wochen erbitterte Auseinandersetzungen geliefert. Der Wahlkampf gilt als einer der härtesten und schmutzigsten der amerikanischen Geschichte. Er war geprägt von persönlichen Beleidigungen und Schmähungen. Ein Ringen um politisch attraktivere Positionen gab es nicht. Fakten und Inhalte spielten kaum eine Rolle.

Noch nie in der Geschichte der US-Wahlen waren zwei Kandidaten gleichermaßen so unbeliebt: Trump wegen seiner Art und seiner Ausfälle, Clinton wegen ihrer Skandale und ihrer Nähe zum bestehenden System.

Wahlberechtigt waren etwa 219 Millionen Menschen. Voraussetzung war, dass sich ein Wähler registrieren ließ und nicht von der Wahl ausgeschlossen wurde - beispielsweise wegen einer kriminellen Vergangenheit.