Erstellt am 11. Januar 2015, 13:10

von APA Red

Weltfußballer 2014: Ronaldo ist Favorit. Cristiano Ronaldo gilt bei der FIFA-Gala am Montag als großer Favorit auf die Wahl zum Weltfußballer des Jahres 2014.

Der Vorjahresgewinner holte in der vergangenen Saison mit Real Madrid die Champions League, den Club-WM-Titel, den nationalen Cup und den europäischen Supercup und erzielte dabei Tore en masse. Die Herausforderer des Portugiesen heißen Lionel Messi und Manuel Neuer.

Neuer? Selbst Rummenigge glaubt nicht daran

Messi, mit vier Auszeichnungen Rekord-Weltfußballer, führte Argentiniens Nationalteam ins WM-Finale und wurde zum besten Spieler des Turniers in Brasilien gewählt. Allerdings blieb der 27-Jährige mit dem FC Barcelona in den vergangenen Monaten ohne Titel und erreichte dabei auch nicht mehr sein absolutes Top-Niveau.

Nicht zuletzt deshalb werden Neuer bessere Chancen im Kräftemessen mit Ronaldo eingeräumt. Der Deutsche krönte sich in Brasilien zum Weltmeister und sicherte sich außerdem mit dem FC Bayern das nationale Double aus Meisterschaft und Pokal.

Doch selbst Karl-Heinz Rummenigge glaubt nicht wirklich an einen Triumph Neuers. "Wenn ich mir in den letzten Tagen die Meinungen der Fachleute anschaue, rechnen diese eher mit Ronaldo. Wenn ich ehrlich bin, befürchte ich das auch", sagte der Bayern-Vorstandsvorsitzende.

Weltauswahl: Alaba für Platz in Top-Elf nominiert

Für Rummenigge wäre Neuer aber der verdiente Triumphator. UEFA-Präsident Michel Platini habe es richtig ausgedrückt, so der Bayern-Chef: "Die Weltmeisterschaft müsste in einem WM-Jahr den entscheidenden Faktor bilden. Sie ist das wichtigste Event."

Neuer könnte als erster Tormann und erster Profi der deutschen Bundesliga die prestigeträchtige Auszeichnung erhalten. Er wäre erst der zweite deutsche Sieger nach Lothar Mattäus (1991 als Spieler von Inter Mailand). Für Ronaldo wäre es nach 2008 und 2013 die dritte Ehrung als Weltfußballer.

Ein Programmpunkt der FIFA-Gala ist auch die Bekanntgabe der Weltauswahl, die seit 2005 von der internationalen Spielergewerkschaft (FIFPro) gewählt wird. David Alaba ist für einen Platz in der Abwehr nominiert und könnte es als erster Österreicher in den elitären Kreis schaffen. Im UEFA-Team des Jahres 2014 wurde der Wiener bereits berücksichtigt.