Erstellt am 23. Mai 2014, 17:23

Weniger Wahlkarten-Interesse als bei der NR-Wahl. Für die EU-Wahl am Sonntag haben 444.037 Österreicher, EU-Bürger und Auslandsösterreicher eine Wahlkarte beantragt.

Das sind zwar deutlich (um 43,61 Prozent) mehr als bei der EU-Wahl 2009. Aber es lässt darauf schließen, dass die Wahlbeteiligung bei der EU-Wahl wieder sehr niedrig wird: Denn bei der Nationalratswahl 2013 wurden 668.810 Wahlkarten beantragt.

Für die EU-Wahl ist es ein Drittel weniger - und die Beteiligung steht in einem ähnlichen Verhältnis: Nur 45,97 Prozent stimmten 2009 bei der EU-Wahl mit, bei der Nationalratswahl vergangenen September waren es 74,91 Prozent.

Von den für den 25. Mai beantragten Wahlkarten gingen laut Innenministerium 28.457 ins Ausland, zu dort lebenden Österreichern. Unter den Bundesländern war das Interesse - wie immer - in Wien am größten, allein 117.356 Wahlkarten wurden in der Bundeshauptstadt ausgegeben. Am stärksten gestiegen ist die Zahl der Anträge allerdings in Vorarlberg: Dort wurden um fast 80 Prozent mehr (nämlich 18.204) Wahlkarten beantragt als vor fünf Jahren.

Eine Wahlkarte ist nötig, um die Möglichkeit der Briefwahl nützen zu können. Sie erlaubt aber auch ohne Postweg die Stimmabgabe außerhalb des "eigenen" Wahllokales und schon vor dem Wahlsonntag. Denn die ausgefüllte Wahlkarte konnte auch sofort - wenn man sie persönlich abgeholt hatte - am Gemeindeamt abgegeben werden. Und sie kann am Samstag und Sonntag selbst oder per Boten bei der (aufgedruckten) zuständigen Bezirkswahlbehörde sowie am Sonntag in jedem österreichischen Wahllokal abgegeben werden - und das nicht nur selbst, sondern per Boten.

Aber auch zum Briefwählen ist - zumindest innerhalb Österreichs - noch bis Samstag früh Zeit. Denn die Post leert am Samstag ab 9.00 Uhr früh außertourlich alle Briefkästen und stellt die Wahlkarten den Bezirkswahlbehörden zu.