Erstellt am 08. April 2016, 12:17

von APA Red

Wieder Häftling in der Steiermark tot in Zelle. In der Steiermark ist wieder ein Häftling tot in einer Zelle gefunden worden.

 |  NOEN, Erwin Wodicka (www.BilderBox.com)

Ein 47-jähriger Kärntner wurde am Freitagvormittag erhängt in einem Verwahrungsraum des Polizeianhaltezentrums Graz entdeckt. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Obduktion an, wie die Landespolizeidirektion mitteilte. Am Mittwoch war ein 61-Jähriger in einer Zelle der Inspektion Bruck/Mur an einem Herzfehler gestorben.

Die Leiche des Kärntners wurde gegen 9.00 Uhr von einem Polizisten während der Frühstücksausgabe entdeckt. Der Häftling hatte sich mit einem von einem zerrissenen Leintuch stammenden Stoffstreifen im WC erhängt. Wiederbelebungsversuche und der Einsatz des Notarztes blieben erfolglos.

Der Kärntner war am Donnerstag von Polizisten der Inspektion Graz-Liebenau wegen gewerbsmäßigen Betruges festgenommen und in das Polizeianhaltezentrum am Paulustor gebracht worden.

Gerichtsmedizinische Untersuchung angeordnet

Der Mann stand im Verdacht, 50 bis 80 Mobiletelefone mittels gefälschter Ausweise erworben und weiterverkauft zu haben. Wegen anderer Betrugshandlungen gab es bereits einen Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Klagenfurt. Die Staatsanwaltschaft Graz ordnete die Beschlagnahme der Leiche sowie deren gerichtsmedizinische Untersuchung an.

Erst am Mittwoch war ein 61-Jähriger Burgenländer in der Verwahrungszelle der Polizeiinspektion Bruck/Mur an einem Aortariss infolge einer Herzfehlbildung gestorben. Der Mann, der laut Polizei auch psychische Probleme gehabt haben dürfte und seit einigen Monaten unsteten Aufenthalts gewesen war, war Dienstagabend in Kapfenberg festgenommen worden.

Er hatte eine Pkw-Lenkerin mit dem Umbringen bedroht und gesagt, er werde ihre Enkelin entführen. Das Baby hatte sich auf dem Rücksitz des Autos befunden.

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