Erstellt am 15. Januar 2015, 14:30

von APA Red

Gefundene Katze hatte zwölf Luftballons im Bauch. Eine junge, stark abgemagerte Katze ist am Dienstagabend in Wien-Donaustadt gefunden und der Tierrettung übergeben worden. Nach einer Operation ist das Tier nun gestorben.

Nachdem das Weibchen Mittwochfrüh im Tierschutzhaus in Vösendorf mehrmals erbrochen hatte, wurde bei einem Röntgen festgestellt, dass sich in dem kleinen Körper insgesamt zwölf ganze Luftballons sowie 29 Stücke von Ballonhälsen befanden, teilte der Wiener Tierschutzverein mit.

Das Kätzchen wurde operiert und erhielt während des Eingriffs den Namen "Hope" (englisch für "Hoffnung"). Die Operation verlief erfolgreich, alle Fremdkörper wurden entfernt, die Überlebenschancen waren aber aufgrund des Allgemeinzustands sehr schlecht, berichtete der Tierschutzverein. Das Tier hat es "leider aufgrund der Schwere des Vorfalls" nicht überlebt, teilte Oliver Bayer vom Wiener Tierschutzverein am Donnerstag mit. "Hope" kam in der Nacht zur Betreuung zu einer Tierärztin. Sie habe Schmerzmittel bekommen und sei daher ruhig eingeschlafen, sagte Bayer.

Risiko für Haustiere

Der Tierschutzverein ging davon aus, dass sich die Luftballons schon längere Zeit im Körper des Kätzchens befunden hatten. Das Tier habe durch das Plastik wohl viel Gift in den Kreislauf aufgenommen, erläuterte Bayer. Der Tierschutzverein warnte davor, dass gerade in der Faschingszeit Ballons, Girlanden und ähnliche Gegenstände ein Risiko für Haustiere darstellen.

"Da es sich um eine sehr junge Katze handelt, könnte es sein, dass das Tier hinter Ballons, die aufgeblasen und dann losgelassen worden sind, hinterher gedüst ist und die 'Beute' dann verschluckt hat. Dass eine Katze einfach so Ballons frisst, scheint sehr unwahrscheinlich", sagte Madeleine Petrovic, die Präsidentin des Tierschutzvereins. Es liege in der Verantwortung der Tierhalter, "dass aus einem vermeintlich lustigen Spiel nicht eine lebensbedrohliche Tragödie wird."