Erstellt am 14. November 2014, 14:25

von APA/Red

Umgebaute Mariahilfer Straße teileröffnet. Christoph & Lollo statt Zank und Hader: Nach schier unendlichen Debatten - und einer Bürgerbefragung, die eine knappe Zustimmung erbrachte - ist in Wien am Freitag die neu gestaltete Mariahilfer Straße mit einem "Grätzl-Fest" teileröffnet worden.

Die Einkaufsmeile wurde in den vergangenen Monaten umgebaut und ist zu zwei Dritteln schon fertig. Endgültig finalisiert wird das Gesamtprojekt 2015.

Jene Politikerin, die sich mit der Causa Mahü naturgemäß am meisten beschäftigen durfte, machte aus ihrer Freude über den quasi historischen Moment kein Hehl: "Hier ist die schönste Piazza, die wir in der Stadt und wahrscheinlich in Österreich haben, entstanden", jubelte Vassilakou. Fußgängerzonen seien Orte, an denen buchstäblich das Herz der Stadt schlage.

Wien brauche vielmehr solcher Orte – "am besten in jedem Bezirk", so die Ressortchefin. Neben ihr und den mit der Umgestaltung betrauten Rathaus-Beamten nahmen auch die Bezirksvorsteher aus Mariahilf und Neubau, Markus Rumelhart (SPÖ) und Thomas Blimlinger (Grüne), an der Eröffnung teil.

Für Biker gilt: Nur im Schritttempo

Die Mariahilfer Straße gliedert sich in eine zentrale Fußgängerzone zwischen Kirchengasse und Andreasgasse, an die jeweils eine Begegnungszone grenzt, die von Passanten und Fahrzeugen gleichermaßen benutzt werden darf. Radeln ist auf der gesamten inneren Mariahilfer Straße erlaubt. In der Fuzo dürfen Biker jedoch nur im Schritttempo unterwegs sein. In der Begegnungszone gilt eine generelle Geschwindigkeitsbeschränkung von 20 km/h.

Eine Trennung in Fahrbahn und Gehsteig inklusive entsprechendem Niveauunterschied gibt es nicht mehr. Sowohl die Fußgängerzone als auch der Begegnungsbereich wurden durchgehend gepflastert – oder werden: Denn die untere Begegnungszone hat ihre Umwandlung noch vor sich.

Erst im kommenden Jahr wird das Verkehrsbauvorhaben Mariahilfer Straße abgeschlossen sein, mit einer neuerlichen Festivität ist im Jahr der Wien-Wahl also zu rechnen. Rund 25 Millionen Euro werden die Arbeiten kosten, Werbekampagne und Befragung allerdings nicht eingerechnet.

Die neue "Mahü", so viel zeigte sich bereits zum Auftakt, wird von Flaneuren bereits eifrig genutzt. Auch die vorhandenen Schanigärten erfreuen sich für die Jahreszeit beachtlicher Beliebtheit – was wohl auch an den relativ angenehmen November-Temperaturen liegt.

Diese lockten auch zahlreich Publikum zu den anlässlich der Eröffnung angesetzten Open-Air-Konzerten: Zu hören waren etwa das skisprungaffine Wiener Duo Christoph & Lollo sowie Wanda, eine der derzeit angesagtesten Hauptstadt-Bands.