Erstellt am 06. September 2015, 14:34

von APA Red

Wiener Hilfskonvoi sucht nach Flüchtlingen. Dem Aufruf, in einem Hilfskonvoi von Wien bis zur ungarischen Grenze und darüber hinaus zu fahren, sind am Sonntag nach Angaben der Veranstalter rund 500 Leute mit etwa 300 Fahrzeugen gefolgt.

 |  NOEN, APA

Laut Wiener Polizei handelt es sich um 150 Autos. An der A4 gab es zunächst keine Flüchtlinge, an der Grenze bei Nickelsdorf herrschte Rätselraten, wie es weitergehen soll.

Der Konvoi fuhr kurz nach 11.00 Uhr in Wien los und erreichte gegen 12.30 Uhr über die Ostautobahn (A4) die österreichisch-ungarische Grenze bei Nickelsdorf. Nach einer kurzen Beratung wurde zunächst der Plan gefasst, sich auf drei Konvois aufzuteilen. Einer sollte in Richtung Budapest fahren, ein zweiter nach Györ, während der dritte den Bahnhof von Hegyeshalom als Ziel auserkoren hatte.

Allerdings ging die Planung ein wenig ins Blaue hinein. "Wir haben aus Ungarn derzeit keine gesicherten Informationen", sagte einer der Organisatoren des Konvois zur APA.

Kurze Zeit später wurde allerdings umdisponiert. Hegyeshalom war das Ziel des gesamten Konvois. Bei der Abfahrt von der alten Grenzstation an der A4 gab es auch das angekündigte Protesthupkonzert. Danach legte man vorübergehend den Verkehr in der Nähe der alten Grenzstation lahm.

Wer Migranten helfe, nach Österreich zu gelangen, begehe eine Straftat, erklärte indes eine Sprecherin des ungarischen Landespolizeipräsidiums (ORFK). Laut Strafgesetzbuch könne eine solche Tat mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren geahndet werden, erläuterte die ungarische Nachrichtenagentur MTI.