Erstellt am 18. November 2014, 14:52

Wiener Millennium City nach Bombendrohung geräumt. Ein 34-jähriger Mann hat am Dienstag in der Wiener Millennium-City in der Brigittenau mit einer Bombe gedroht. Gegen 10.30 Uhr wurde die Polizei alarmiert und rund 900 Personen wurden aus dem Gebäude evakuiert.

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Zuvor hatte der Mann mit seiner Tochter einen Indoor-Park betreten und zu schreien begonnen. Er wurde von der WEGA festgenommen, Sprengstoff wurde nicht gefunden, das Kind blieb unverletzt.

Etwa 100 Personen befanden sich zum Zeitpunkt der Bombendrohung in dem 2.300 Quadratmeter großen Indoor-Spielplatz. "Der 34-Jährige hat auf einmal laut zu schreien begonnen", erzählte der Geschäftsführer. Nachdem ihn die Angestellten daraufhin aufforderten, die Räumlichkeiten im fünften Stock des Gebäudes zu verlassen, drohte er mit der Bombe. Seine vierjährige Tochter hielt der Mann fest. "Er forderte danach die Angestellten auf, sie sollen die anderen Kinder aus dem Park bringen", sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger.

Areal für öffentlichen Verkehr gesperrt

Nachdem der Geschäftsführer über den Vorfall informiert wurde, alarmierte dieser umgehend die Security und diese infolge die Polizei. Aufgrund der Bombendrohung wurde zudem der Verfassungsschutz zum Tatort gerufen, berichtete Eidenberger. Im Zuge der Evakuierung wurde das Areal rund um die Millennium-City für den öffentlichen Verkehr gesperrt, auch die Wiener Linien konnten die Station Handelskai nicht befahren. Im Gebäude überraschten inzwischen die eingetroffenen WEGA-Polizisten den unbewaffneten 34-Jährigen und nahmen ihn nach kurzer Gegenwehr fest.

Spürhunde im Einsatz

Spürhunde durchsuchten das Stockwerk auf Sprengstoff, dabei wurden auch zwei Taschen kontrolliert, deren Herkunft ungeklärt war - gefunden wurde jedoch nichts. Um 11.40 Uhr wurde die Evakuierung wieder aufgehoben, sagte Eidenberger. Die Vierjährige wurde in eine nahegelegene Polizeiinspektion gebracht, wo bereits die von der Exekutive verständigten Brüder auf sie warteten. Hintergründe und Motive für die Tat waren am frühen Dienstagnachmittag noch nicht bekannt.