Erstellt am 09. September 2015, 12:28

Wiener Sängerknaben geben Benefizkonzert für Flüchtlinge. Auch die Wiener Sängerknaben beteiligen sich aktiv an der Unterstützung von Flüchtlingen: Unter dem Titel "Refugees Welcome" veranstaltet der Chor am Dienstag (15. September) im MuTh-Konzertsaal am Augartenspitz ein Benefizkonzert zugunsten der Caritas-Flüchtlingshilfe.

 |  NOEN, APA

Bevor die Sängerknaben ihre Ostasien-Tournee starten, führen sie ihr Programm "Silk Road - Ring Road" auf. Zum Einheitspreis von 15 Euro gehen die Zuhörer dabei auf eine Reise entlang der alten Seidenstraße, die Motetten aus Venedig ebenso wie einen 3.000 Jahre alten Regentanz aus Usbekistan umfasst.

Im zweiten Teil des Konzerts hat man sich eine kleinere Straße, die Ringstraße, als Motto auserkoren und singt Werke von Mozart, Mendelssohn und Johann Strauß. Der Reinerlös sowie die im Rahmen des Konzerts eingehobenen Spenden unter Dirigat von Jimmy Chiang fließen dann an die Caritas.

Indes wurde auch bekannt, dass die Wiener Sängerknaben künftig weniger Miete zahlen müssen. Statt rund 200.000 Euro im Jahr sind jetzt nur noch 40.000 Euro jährlich für Augartenpalais und Josefstöckl fällig, wie die Sängerknaben am Mittwoch per Aussendung mitteilten. Die Mietreduktion wurde bereits im Ministerrat auf Schiene gebracht, nun muss sie noch im Nationalrat beschlossen werden.

"Wir wollen, dass der Zugang zu den Sängerknaben niederschwellig bleibt", erklärte Elke Hesse, Direktorin des vereinseigenen Konzertsaals MuTh. Eltern sollen weiterhin nur einen geringen Kostenbeitrag zahlen müssen - daher sei Reduktion notwendig gewesen.

Die höhere Miete, die seit April 2013 fällig wird, "hätte uns wirklich zum Fallen gebracht". Nach der Vereinbarung zwischen dem Verein sowie dem Wirtschaftsministerium, dem Finanzministerium und dem Kulturministerium sei sie "glücklich" und vor allem zuversichtlich, dass das Budget wieder halten werde.