Erstellt am 09. September 2016, 10:54

Burkiniträgerin aus Becken verwiesen. Im Wiener Stadthallenbad ist eine Burkiniträgerin des Schwimmbeckens verwiesen worden. Das berichtete der "Kurier" am Freitag.

 |  APA (Archiv)

Die Wiener Sportstätten bestätigten der Zeitung den Vorfall, argumentieren aber mit der Materialbeschaffenheit des muslimischen Badeanzugs im gegenständlichen Fall. Denn prinzipiell seien Burkinis erlaubt, sie müssten lediglich den Hygienevorschriften entsprechen.

Sprecher: Entscheidung habe nichts mit Diskriminierung zu tun

Die betroffene Frau war beim Schwimmen vom Badpersonal an den Beckenrand geholt und darüber informiert worden, dass sie so nicht im Wasser bleiben könne, erzählte sie dem "Kurier".

Sportstätten-Sprecher Manfred Faly versicherte, dass diese Entscheidung allerdings nichts mit Diskriminierung zu tun habe. "Burkinis gehen prinzipiell in Ordnung - solange sie den Hygiene- und Sicherheitsvorschriften entsprechen", wird er zitiert.

Das Material der Badebekleidung müsse wasserabweisend und schnell trocknend sein. In diesem Fall sei der Burkini aber aus Baumwolle gewesen, was gemäß der Badeordnung verboten sei.

Die Muslimin bestreitet indes, dass sie Baumwolle getragen habe. Ihr Burkini sei aus Badeanzugstoff gewesen.