Erstellt am 23. Februar 2015, 12:02

von APA/Red

Noch zwei Großschanzen-Chancen für die ÖSV-Kombinierer. Zwei Chancen haben die bisher leer ausgegangenen ÖSV-Kombinierer bei der WM in Falun noch.

In der zweiten WM-Woche geht es auf der großen Schanze weiter. Das erste Training bei leichtem Schneefall am Montag ließ die Mannschaft aber aus. Die Zeit wurde stattdessen zum Durchschnaufen und zur Analyse des Teambewerbes genutzt, in dem wie 2013 nur Platz fünf herausgeschaut hatte.

"Auf der großen Schanze fangen alle wieder bei Null an, vielleicht ist das Glück und das Können doch noch auf unserer Seite bei der WM", meinte Lukas Klapfer hoffnungsvoll. Im Einzel (15.) war der Steirer noch der zweitschnellste Läufer im gesamten Feld gewesen. Am Sonntag hatten er und seine Teamkollegen den im Springen eingehandelten Rückstand zu den Medaillenrängen aber nicht schließen können.

"Es war relativ bald gelaufen das Ganze" 

Die Taktik, dass Philipp Orter zu Beginn mit dem gleichzeitig losgelaufenen Magnus Moan Schritt halten sollte, ging nicht auf. Der WM-Debütant verlor den Norweger am Ende seines Parts zunehmend aus den Augen. "Es war relativ bald gelaufen das Ganze" stellte Klapfer unumwunden fest. Wie der Schonach-Sieger schafften danach auch Bernhard Gruber und der überraschend als Schlussmann aufgestellte Sepp Schneider den Anschluss an die Topnationen Deutschland, Norwegen und Frankreich nicht mehr.

In der entscheidenden Phase ging dann auch noch Italiens Ausnahmeläufer Alessandro Pittin an Schneider vorbei, der auf der Zielgeraden immerhin Japans Akito Watabe im Griff hatte. Die Frage, ob der im Einzel noch nicht eingesetzte WM-Neuling Schneider die richtige Wahl für den verantwortungsvollen Schlusspart gewesen sei, hatte sich aber ohnehin nicht gestellt. "Ich hatte keine Angst, dass er das nervlich nicht schafft, aber es ist sowieso nicht so weit gekommen, dass er um eine Medaille mitsprintet", sagte ÖSV-Cheftrainer Christoph Eugen.

Routinier Christoph Bieler ein Thema

Insgesamt betrachtet seien von den fünf, sechs Topnationen diesmal vier besser gewesen, bilanzierte der Coach. Trotzdem ist Eugen zuversichtlich, dass das in den nächsten Bewerben schon wieder anders ausschauen könne. Er mache sich keine Sorgen, dass sich der medaillenlose Trend fortsetzt, so Eugen.

Schneider und Gruber verwiesen im Rückblick auf den Teambewerb auf ihre eigentlich schon aussichtslose Ausgangslage. "Um das Loch zuzulaufen, müssten wir Supermen sein. Ich bin ein ganz gutes Rennen gelaufen, aber gegen die Kapazunder schaut es dann eigentlich gar nicht danach aus. Wir haben einfach schon auf der Schanze zu viel liegen gelassen", erklärte Gruber. Auf der Großschanze gelte es deshalb unbedingt ganz vorne zu landen, ergänzte der 2013 von der Großschanze und im Teamsprint mit Wilhelm Denifl mit WM-Silber ausgezeichnete Salzburger.

Auf der großen Schanze von Falun will das ÖSV-Team erstmals am Dienstag trainieren. Für den Einzelbewerb am Donnerstag ist auch der bisher nicht eingesetzte Routinier Christoph Bieler ein Thema. Bei Olympia im Vorjahr hatte Österreich übrigens bis zum letzten Rennen auf Mannschaftsbronze warten müssen. Zum Abschluss steht diesmal am Samstag der Teamsprint auf dem Programm.