Erstellt am 14. September 2016, 13:34

Bayer kauft Monsanto für knapp 66 Milliarden Dollar. Der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Bayer kauft den US-Konzern Monsanto für knapp 66 Milliarden Dollar (58,7 Mrd. Euro).

 |  APA/ag.

Der US-Biotechnologiekonzern und Saatguthersteller Monsanto hat das milliardenschwere Übernahmeangebot von Bayer angenommen, teilte Bayer am Mittwoch mit. Es ist die größte Übernahme, die ein deutsches Unternehmen je getätigt hat.

Der Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern zahle 128 Dollar je Monsanto-Aktie, hieß es weiter. Der Konzern aus Leverkusen hatte erst vor einer Woche mitgeteilt, die Offerte für Monsanto auf mehr als 65 Mrd. Dollar erhöht zu haben. Die US-Amerikaner hatten sich zurückhaltend gegeben und nur "konstruktive Verhandlungen" bestätigt. Das nun abermals aufgestockte Angebot liegt Insidern zufolge etwas über dem zuletzt gebotenen Preis von 127,50 Dollar je Aktie.

Die von Monsanto erhofften 130 Dollar seien es aber nicht. Bayer hat in den Verhandlungen seine Offerte mehrmals erhöht. Gestartet war das deutsche Unternehmen im Mai mit 122 Dollar je Anteilsschein. Die letzte Aufstockung auf 127,50 Dollar ermöglichte Bayer Insidern zufolge einen vertieften Blick in die Bücher von Monsanto. Der US-Konzern hatte damit lange gezögert.

Bei den Anteilseignern von Bayer war die Erhöhung des Angebots in der vergangenen Woche auf wenig Gegenliebe gestoßen. Doch Bayer droht bei einer Übernahme nicht nur die Kritik von Aktionären. Monsanto steht wegen seiner aggressiven Geschäftspraktiken und seiner gentechnisch veränderten Produkte im Dauerfeuer der Kritik. Gleichwohl ist der Kauf der Amerikaner für Bayer nach Einschätzung von Marktexperten strategisch sinnvoll. Gemeinsam mit Monsanto würde Bayer zum weltweit führenden Anbieter von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln werden. Es wäre zudem die bisher größte Übernahme, die ein deutsches Unternehmen je gestemmt hat.