Erstellt am 02. Oktober 2014, 07:49

von APA/Red

Zwei Töchter erdrosselt - Prozess gegen Mutter. Ein Wiener Schwurgericht muss sich am Donnerstag mit einer 39-jährigen Frau auseinandersetzen, die am 19. September 2013 in ihrer Wohnung in Wien 16 ihre sechs bzw. neun Jahre alten Töchter erdrosselt haben soll.

Foto: Erwin Wodicka  |  NOEN, BilderBox - Erwin Wodicka / wodi

Danach schnitt sich die vierfache Mutter die Pulsadern auf und sprang aus dem Fenster. Dass sie den Sturz aus dem vierten Stock überlebte, grenzt an ein Wunder.

Ein psychiatrisches Gutachten ergab, dass die Frau infolge einer massiven psychischen Erkrankung zum Tatzeitpunkt nicht zurechnungsfähig war. Der Sachverständige stuft die 39-Jährige als nicht schuldfähig ein, weshalb die Anklagebehörde anstelle ihrer Bestrafung einen Antrag auf Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingebracht hat.

Das Motiv für die Bluttat liegt im Unklaren und dürfte ursächlich mit der Erkrankung der Frau in Verbindung stehen. Die 39-Jährige hat sich in ihren bisherigen Einvernahmen im Wesentlichen auf die Aussage beschränkt, sie könne sich nicht erinnern, was vorgefallen sei. Sie sei "gestürzt".