Erstellt am 05. Januar 2015, 13:50

von APA Red

Zwei Tote bei Lawinenabgang. Bei einem Lawinenabgang oberhalb von Sölden im Tiroler Ötztal haben am Montag zwei Skifahrer ihr Leben verloren.

Die nach ersten Informationen US-Amerikaner waren von einem Ziehweg in einen Steilhang eingefahren und hatten die Schneemassen offenbar selbst ausgelöst. Sie wurden von den Bergrettern in drei bzw. vier Metern Tiefe geortet und geborgen. Jede Hilfe kam zu spät.

Bergretter beschrieben "riesigen" Lawinenkegel

In dem Gebiet bestand die Warnstufe "3" der fünfteiligen Gefahrenskala. Die Touristen waren zunächst auf den 3.056 Meter hohen Gaislachkogel aufgefahren. Bei ihrer Abfahrt verließen sie den gesicherten Skiraum und wollten vermutlich in Richtung Rettenbachtal.

Der Lawinenkegel wurde von Bergrettern als "riesig" beschrieben. Teile der Schneemassen gingen bis zu der wegen Lawinengefahr gesperrten "Piste 30" ab, auf der es am Montag keinen Skibetrieb gab. Im Einsatz standen rund 60 Bergretter, Alpinpolizei und Suchhunde.

Das Unglück ereignete sich nahe der Rettenbachbrücke, die zur Gletscherstraße gehört. Die 1972 gebaute Gletscherstraße verbindet Sölden unter anderem mit dem Rettenbachferner und ist die höchst gelegene Straße in den Ostalpen. Die Straße selbst war von dem Lawinenabgang nicht betroffen.

Im Hinteren Ötztal hat es in den Mittagsstunden einen weiteren Verschütteten gegeben. Nach Angaben der Polizei überlebte der Skitourengeher das Unglück. Nähere Details waren zunächst nicht bekannt.

Das Unglück ereignete sich im Königstal bei Obergurgl. Die Route ist bei Skitourengehern beliebt und führt zum auf über 2.800 Meter hoch gelegenen Königsjoch.