Erstellt am 08. Mai 2015, 20:28

von APA Red

Zweites Todesopfer nach Zugsunglück in Steiermark. Der Zusammenstoß zweier Personenzüge am Mittwoch nördlich von Graz hat ein zweites Todesopfer gefordert. Wie am Freitag bekannt wurde, erlag eine 60-Jährige am Donnerstag ihren schweren Verletzungen, bestätigte das LKH Graz.

Die beiden Züge waren in Waldstein bei Übelbach auf einem eingleisigen Streckenabschnitt zusammengestoßen. Einer der beiden Lokführer, ein 21-Jähriger Steirer, war sofort tot. Das zweite Todesopfer soll - so wie der verunglückte Lokführer - obduziert werden. Die vorläufigen Ergebnisse der Obduktion des 21-Jährigen lagen vorerst nicht vor.

Laut dem Leiter der Bundesuntersuchungsstelle, Peter Urbanek, soll in Sachen Aufkletterschutz bereits eine Mail mit Fragen zum möglichen Sicherheitsproblem an den Schweizer Lokomotiv-Hersteller Stadler geschickt worden sein. Auf Anfrage war Freitagabend vorerst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Der "Kurier" berichtet unterdessen, dass der sogenannte Aufkletterschutz der Züge untersucht werden soll. Der Aufkletterschutz ist eine Art Gitter, das beim Zusammenstoß zweier Züge dazu dienen soll, dass diese sich ineinander verkeilen anstelle sich ineinander zu bohren. Laut geltender Norm muss dieses Gitter einen Aufprall von 36 Stundenkilometern überstehen. Danach sollte sich ein Airbag öffnen.