Bocksdorf , Mogersdorf

Erstellt am 19. Oktober 2016, 02:37

von Carina Ganster

Schwere Drohung gegen Schiedsrichter. Vier Polizisten begleiteten Schiedsrichter Suvat Tekeli in Wallendorf nach einer Drohung eines Bocksdorfer Reservespielers vom Platz.

Symbolbild  |  Bilderbox.com

Ein Tor in der letzten Spielminute von Wallendorfs Mark Sztranyovszky ließ die Stimmung beim Gegner aus Bocksdorf hochkochen. Niemand wollte wirklich gesehen haben, ob der Ball über der Linie war, aber Schiri Suvat Tekeli gab den Treffer. „Weil der Treffer für mich regulär war“, rechtfertigte sich der Schiri.

Was daraufhin passierte, ließ den Unparteiischen nicht mehr kalt. Nach dem Schlusspfiff verließ Tekeli den Platz und wurde von Bocksdorfer Zuschauern beschimpft. „Das passiert schon manchmal, aber ein Reservespieler hat dann gesagt, dass er mir die Nase einschlägt und mich umbringt“, erklärte der Unparteiische, der daraufhin von Ordnern in die Kabine geleitet wurde.

„Ich wollte meine Familie beschützen“

Aus Angst vor Handgreiflichkeiten – und auch weil seine Gattin und seine zweijährige Tochter anwesend waren –, forderte Tekeli dann Polizeischutz an.

„Eine solche Drohung lasse ich einfach nicht zu, da hatte ich keine andere Wahl, als die Polizei zu rufen, auch weil ich meine Familie beschützen wollte“, meinte Tekeli, der daraufhin „Anzeige gegen Unbekannt“ bei der Polizei erstattete. Diese ist derzeit bemüht, den Beschuldigten zu eruieren.

In Bocksdorf bedauert man den Vorfall. Obmann Johann Krammer: „Ich habe die Aufregung nach dem Tor zwar mitbekommen, von der Drohung selbst weiß ich aber nichts.“