Erstellt am 10. September 2014, 08:28

von Carina Ganster

Belastungsprobe: Achtung, Ragweed!. Landwirte werden aufgefordert, Ragweed Pflanzen zu entfernen. Blütezeit ist erst im Oktober vorbei.

 |  NOEN, ZVG
Die Pflanze „Ambrosia Artemisiifolia“ oder auch bekannt als Ragweed, breitet sich als Grünzeug vermehrt auf heimischen Wiesen, Feldern und Wegrändern aus. Mitte August hat die Blütezeit im Burgenland des gefürchteten Allergiekrauts begonnen.

Naturschützer schlagen jetzt Alarm: „Vor allem im Süden des Landes kommt die Pflanze massenhaft auf großen Flächen vor“, erklärt Klaus Michalek, Obmann des Naturschutzbundes Burgenland.

Keine gesetzliche Grundlage: „Da wäre der Landtag gefordert“

Das aus Nord-Amerika stammende einjährige „Beifußblättrige Traubenkraut“ produziert im Spätsommer und Herbst große Mengen an Pollen, die zu den stärksten derzeit bekannten Allergieauslösern zählen. Diese verursachen Heuschnupfen, Ausschläge, Bindehautentzündungen und überdurchschnittlich häufig auch Asthma.

Die Problematik steigt jährlich, mahnt jetzt auch Landtagsabgeordneter Ewald Schnecker, zahlreiche Bauern in der Region. „Die beste Hilfe für die Bevölkerung ist, die rasante Ausbreitung der Pflanze zu verhindern und dadurch die Ursache für die Allergie einzudämmen. Viele Landwirte halten sich überhaupt nicht an die Eindämmung der Plage“, meint Schnecker.

Dass das für Bauern gar nicht so einfach ist, weiß Mogersdorfs Bürgermeister Josef Korpitsch, der selbst Landwirt ist. „Es gibt keine gesetzliche Grundlage, da wäre der Landtag gefordert. Vor allem für Biobauern ist es schwer, weil die in ihrem Handeln gegen die Pflanze ziemlich eingeschränkt sind. Am sinnvollsten ist es, die Pflanze einfach abmähen“, gibt Korpitsch Tipps.