Erstellt am 12. August 2015, 10:24

von Vanessa Bruckner, Carina Ganster und Michael Pekovics

Anzeige von Vereinen: Wirte sind gespalten. Im Südburgenland halten sich die Anzeigen gegen Vereinsfest noch in Grenzen. Die BVZ hat Wirte der Region dazu befragt.

Gernot Schmidt, Jennersdorf: »Ein Für und Wider - wir brauchen Konsens zwischen Wirten und Vereinen.«  |  NOEN, BVZ

Die Night Pool-Party der JVP Jennersdorf wurde aufgrund einer drohenden Anzeige bereits abgesagt, im Messezentrum Oberwart dürfen derzeit keine Disco- oder Clubbingveranstaltungen mehr durchgeführt werden.

BVZ.at hatte berichtet:

Einige Vereine mussten auch hohe Geldstrafen zahlen, dennoch halten sich die Anzeigen des „Bündnis der Gastronomie Österreich“ (BDGA) im Süden im Vergleich zum Mittel- und Nordburgenland noch in Grenzen.

Kahr stört, dass „alle Wirte in einen Topf geworfen werden“

Eine Umfrage unter einigen Wirten der Region hat ergeben, dass das Thema durchaus differenziert wahrgenommen wird. Grundsätzlich sind sich alle Wirte – wie übrigens auch BDGA-Obmann Manfred Mader – einig, dass gemeinnützige Vereine wie Feuerwehren wichtig für die Dörfer sind und nicht angezeigt werden sollen. Außerdem seien, so Mader, die Bezirke Güssing und Jennersdorf nicht gerade im Fokus der BDGA.

Dennoch hält „Stadtwirt“ Raimund Schmidinger „vernadern immer für schlecht, andererseits sollen die Auflagen bei großen Events schon erfüllt werden – schließlich müssen Wirte das auch“. „Die Bank“-Chef Harry Kahr wiederum stört, dass „durch die Anzeigen jetzt alle Wirte in den gleichen Topf geworfen werden“.

Philipp Kroboth von der „Kanzlei“ in Güssing findet es „gut, dass sich jemand für die Wirte stark macht, allerdings bestimmt der Ton die Musik“. Und Gernot Schmidt („Gernots“ in Jennersdorf) appelliert an die Zusammenarbeit: „Die Politik muss einen Kompromiss finden, der für beide Seiten akzeptierbar ist.“

Auch die Eisenstädter BVZ berichtet zum Thema: