Erstellt am 15. März 2016, 10:03

von APA/Red

Baubeginn für Teilstück Dobersdorf-Heiligenkreuz 2017. Für den Bau des Ostabschnittes der Schnellstraße S7 im Südburgenland gibt es laut Asfinag "grünes Licht" vom Verkehrsministerium.

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Dieses habe für das knapp 14 Kilometer lange Teilstück von Dobersdorf bis nach Heiligenkreuz an die ungarische Grenze einen positiven UVP-Bescheid ausgestellt. Der Baustart könne somit 2017 erfolgen, teilte die Asfinag am Montag in einer Aussendung mit.

Beide Teile der S7, der Abschnitt West von Riegersdorf in der Steiermark bis Dobersdorf und der Abschnitt Ost, sollen gemeinsam spätestens im Jahr 2022 fertiggestellt sein. "Die Schnellstraße ist für die Region sehr wichtig, sie bringt Entlastung für die Bevölkerung und wird den Wirtschaftsstandort stärken", erklärte Asfinag-Vorstand Alois Schedl.

Niessl: Mehr Lebensqualität für die Anrainer

Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (S) bezeichnete das Vorliegen des positiven UVP-Bescheides als "ganz großen Erfolg für die gesamte Region und natürlich für den Wirtschaftsraum Südburgenland." Die schnelle Umsetzung der S7 bedeute "ein Mehr an Lebensqualität für die Anrainer, ein Mehr an Sicherheit für die Menschen und ein Mehr an Beschäftigung in der Region", stellte Niessl fest.

Die Gesamtinvestitionen in die insgesamt 28 Kilometer lange S7 bezifferte die Asfinag mit rund 620 Millionen Euro. Der Westabschnitt mit zwei großen Tunells mache mit etwa 480 Millionen Euro den Großteil der Kosten aus.

Grüne Burgenland: Bau ist völliger Irrweg

Die Grünen Burgenland haben den Bau der Schnellstraße S7 im Südburgenland als "völligen Irrweg" bezeichnet. "Angesichts einer Erwärmung von zwei Grad Celsius durch den Klimawandel, für den der Straßenverkehr nach wie vor ein wesentlicher Faktor ist, kann ich diese Entscheidung nur als grob fahrlässig bezeichnen", meinte LAbg. Wolfgang Spitzmüller.

Die ÖVP pocht hingegen auf einen raschen Bau. Die ÖVP Burgenland sieht das hingegen anders. Für Pendlersprecher LAbg. Bernhard Hirczy ist das "grüne Licht" des Verkehrsministeriums für den Bau des Ostabschnittes - die Asfinag hatte dies am Montag bekannt gegeben - ein wichtiger Zwischenerfolg. Er poche auf einen raschen Bau. "Die Fertigstellung der S7 muss 2019 sein! Das ist der Wunsch vieler Menschen, der Wirtschaft und der Industriellenvereinigung. Die Realisierung ist Landeshauptmann Niessl (Hans, SPÖ, Anm.) den Südburgenländern nach all den Verzögerungen schuldig."