Erstellt am 15. Oktober 2014, 09:51

von NÖN Redaktion

Sanitäter retten Hund. Zwei Sanitäter vom Roten Kreuz Jennersdorf retteten einem schwer verletzten Dackel das Leben.

Sanitäter Philip Müller vom Roten Kreuz in Jennersdorf.  |  NOEN, RK

Am vergangenen Samstag wurden die beiden Notfallsanitäter Franz Michael Lang und Sanitäter Philip Müller zum Retter eines Hundelebens.

„Dackel war schwer verletzt und blutüberströmt“

Am frühen Nachmittag suchte ein verzweifelter Hundebesitzer die Dienststelle des Roten Kreuzes in Jennersdorf auf. „In seinem Auto hatte er einen schwer verletzten und blutüberströmten Dackel, den seine Besitzer so im Garten vorgefunden hatten. Einen Tierarzt konnten die Hundebesitzer nicht erreichen, und wie es zur Verletzung des Hundes gekommen ist, wusste der Mann auch nicht“, erzählen die zwei Sanitäter.

Die beiden Sanitäter ergriffen die erforderlichen Maßnahmen, um das bedrohte Hundeleben zu retten - indem sie einfach die Grundregeln der Wundversorgung beim Menschen auch beim Hund anwandten.

„Für uns eine Selbstverständlichkeit, zu helfen“

Akkurat versorgten sie, noch im Auto der Hundebesitzer, die tiefen Bisswunden am Genick und Kehlkopf des Hundes. Mittels Druck auf die Wunden versuchten sie gemeinsam mit den Hundebesitzern die zahlreichen Blutungen zu stoppen und legten schließlich einen Verband an.

„Natürlich gehört es nicht zu den Aufgaben des Roten Kreuzes, Tiere zu versorgen aber da wir gerade Zeit hatten, war es für uns eine Selbstverständlichkeit, zu helfen, wenn wir die Möglichkeit dazu haben“, meint Franz Lang. Telefonisch konnte eine Tierklinik in Gleisdorf ausfindig gemacht werden. Der schwer verletzte Dackel wurde dann von seinen Besitzern dorthin gebracht.