Erstellt am 22. Oktober 2014, 11:16

von Carina Ganster

Stromzähler: Sparen durch Tausch ab 1. Jänner. Gemeinden können ab 1. Jänner den Stromverbrauch durch Energiebuchhaltung tagesaktuell auswerten.

 |  NOEN, Jürgen Leupold
Die Energie Burgenland tauscht in den kommenden vier Jahren im gesamten Burgenland die alten Stromzähler auf „Smart Meter“-Zähler aus. Im Bezirk Jennersdorf wird ab 1. Jänner mit dem Tausch begonnen, von dem sich vor allem die Gemeinden viel erwarten.

Lichtregion als Vorreiter in Sachen Energiesparen

Mit diesen sogenannten „intelligenten Stromzählern“ ist es nämlich möglich, die Verbrauchsgewohnheiten des Konsumenten tagesaktuell zu kontrollieren.

„Ein System, dass sich vor allem auf die Gemeinden positiv auswirken wird“, ist Mühlgrabens Bürgermeister Reinhard Knaus, der auch Obmann der Lichtregion Jennersdorf ist, überzeugt.

Die Lichtregion gilt als Vorreiter in Sachen Energiesparen und genau deshalb wird auch im südlichsten Teil des Landes mit dem Austausch der Zähler begonnen.

Gemeinden wollen aus Tausch Kapital schlagen

„Unser Ziel ist es, aus diesem Zählertausch Kapital zu schlagen, denn durch die ständige Kontrolle der Verbrauchsgewohnheiten, ist es für Gemeinden viel leichter, Energie zu sparen und dazu sind wir verpflichtet“, meint Knaus.

Die Überprüfung der tagesaktuellen Zählerstände wird durch eine Energiebuchhaltung unterstützt. Diese Plattform wird den Gemeinden von der Energie Burgenland zur Verfügung gestellt und damit wird es möglich sein, aufgrund der Messwerte sofort zu reagieren.

„Konkret ist gemeint, dass wir rasch herausfinden, wenn ein Gerät, das beispielsweise defekt ist, zu viel Strom verbraucht“, erklärt Knaus.

Die Gemeinde Mühlgraben hat derzeit einen Stromverbrauch von 100.000 kWh pro Jahr, was rund 20.000 Euro ausmacht. „Wie hoch die Ersparnis letztendlich sein wird, können wir nicht voraussagen, aber ein paar tausend Euro weniger an Stromrechnung erwarten wir schon“, so Knaus.