Erstellt am 18. August 2016, 05:18

von Michael Pekovics

Pilotprojekt: Bezirk wird „digital“. Bezirk Jennersdorf wird digitalisiert: Von Kanal über Wasser bis hin zu Strom- und Datenleitungen wird alles genau erfasst.

Projekt. Bezirk Jennersdorf wird digitalisiert.  |  pixabay.com, pixabay.com

Der südlichste Bezirk des Landes hat künftig die Nase vorn, was die zur Verfügung stehenden Daten über den „Untergrund“ betrifft. Konkret geht es um eine digitale flächendeckende Erfassung aller Einbauten wie Kanal-, Wasser, Fernwärme-, Strom- und Datenleitungen – kurz um: alles, was sich unter der Erde befindet sowie Infrastruktur wie Straßen, Verkehrszeichen, Lichtpunkte oder Hydranten – inklusive Entstehungsgeschichte, aktueller Wert und Zustandsinfos.

Ab 2021 soll auf „Doppik“ umgestellt werden

„Einige Gemeinden gibt es bereits, die alles digital erfasst haben, aber einen ganzen Bezirk nicht“, erklärt Projektkoordinator Gerhard Pongracz, der das Vorhaben im Auftrag der Gemeinden und in weiterer Folge des Regionalmanagements Burgenland durchführt. Rund zehn Millionen Euro sind dafür vorgesehen, die Verantwortlichen erwarten sich durch die genaue Vermessung des Bezirks leichtere Planbarkeit bei künftigen Bauvorhaben.

Außerdem zielt das Projekt auch auf die für die Gemeinden geplante Abschaffung der kameralistischen Buchhaltung ab, ab 2021 soll auf „Doppik“ (Anmerkung: Soll-/Haben-Konto) umgestellt werden. „Derzeit weiß eine Gemeinde nicht, was zum Beispiel die Gemeindestraße tatsächlich wert ist. Haben wir alles digital erfasst, reicht ein Knopfdruck und die gewünschten Informationen über Restwert, Abschreibung und so weiter liegt den Verantwortlichen vor“, wirft Pongracz einen Blick in die Zukunft.

Die Erstellung des sogenannten „Leitungskatasters“ wird von EU, Bund und Land gefördert.