Erstellt am 03. Juni 2015, 05:55

von Carina Ganster

Bezirk Jennersdorf verliert SPÖ-Mandat. Während Mario Trinkl nicht mehr im Landtag vertreten ist, behält Ewald Schnecker sein Mandat. Bernhard Hirczy kommt neu.

Faktencheck. Ewald Schnecker und Mario Trinkl (SPÖ) studierten die ersten Ergebnisse. Foto: Ganster  |  NOEN, Carina Ganster
Den Bezirk vertreten künftig nur noch zwei Abgeordnete im Landtag. Ewald Schnecker (SPÖ) und Bernhard Hirczy (ÖVP) schaffen den Einzug über das Reststimmenmandat. Mario Trinkl (SPÖ), der bei der vergangenen Landtagswahl 2010 über das von der SPÖ zur Verfügung gestellte Jugendmandat einen Sitz im Landtag hatte, muss seinen Hut nehmen.



Die Verluste für die SPÖ (- 6,7 Prozent) und ÖVP (- 7,4 Prozent) waren auf Bezirksebene sogar noch größer als im Land. Die Vertreter der beiden Großparteien zeigen sich angesichts des Wahlausganges enttäuscht. Ewald Schnecker (SPÖ) spricht von einem „unerfreulichen Tag für die Sozialdemokratie“.

Bernhard Hirczy (ÖVP) zeigt sich nachdenklich. „Die Parteien müssen sich etwas einfallen lassen, damit das bei zukünftigen Wahlen nicht mehr passiert. Nachhaltige Reformen, womöglich auch im Personalbereich, wären eine Lösung“, lässt Hirczy aufhorchen.

x  |  NOEN, Land Burgenland, Grafik Bischof


Die FPÖ verbucht im Bezirk Jennersdorf den größten Zuwachs im Landesvergleich (+8,4 Prozent). „Das ist ein klares Votum gegen die ‚Freunderlwirtschaft‘ von SPÖ und ÖVP. Das Ergebnis im Bezirk erfüllt uns mit Stolz und ehrt unsere geleistete Arbeit in den vergangenen Monaten. Für mich persönlich bedeutet es noch mehr Motivation und zeigt mir, dass ich meine Arbeit richtig mache“, freut sich FPÖ-Bezirksgeschäftsführer Michael Kristan.

Für die Grünen ist das Plus von 1,4 Prozent Motivation pur, Chancen auf einen Sitz im Landtag hatten sie allerdings nicht. Ebenso wie auch die Liste Burgenland (+1,9 Prozent) und die NEOS (+2 Prozent).
Die Christen schnitten im Heimatbezirk von Spitzenkandidat Thomas Graf wenig zufriedenstellend ab. Nur 46 Stimmen (0,4 Prozent) gingen auf das Konto der CPÖ.