Jennersdorf

Erstellt am 05. Januar 2017, 05:53

von Carina Fenz

Amtsübergabe in Jennersdorf: "Hat das richtige Gespür". Nach 24 Jahren übergab Willi Thomas mit 1. Jänner sein Bürgermeisteramt an Bernhard Hirczy – zwei Generationen, die viel von einander gelernt haben.

Willi Thomas und Bernhard Hirczy sind seit zehn Jahren ein eingespieltes Team. Seit vier Jahren steht Hirczy auch als Vizebürgermeister an der Seite des Langzeitbürgermeisters, der sein Amt am 1. Jänner übergab.  |  BVZ, Ganster

„Nach 39 Jahren in der Gemeindepolitik – davon 24 Jahre als Bürgermeister – habe ich mich entschlossen, die Verantwortung in jüngere Hände zu legen.“ Mit diesem Satz kündigte Willi Thomas Mitte November seinen Rücktritt als Bürgermeister der Stadtgemeinde Jennersdorf an.

Jetzt, eineinhalb Monate später, steht die Amtsübergabe an den künftigen Bürgermeister Bernhard Hirczy bevor, der in der Gemeinderatssitzung am 12. Jänner zum Nachfolger von Thomas gewählt werden wird.

Willi Thomas sagt Tschüss! 24 Jahre war Willi Thomas Bürgermeister der Stadtgemeinde Jennersdorf. Mit 31. Dezember hat er sein Amt zurückgelegt. Als Überraschung haben ihn zahlreiche Weggefährten eine Party organisiert. Auch Tochter Claudia und Enkeltochter Theresa waren natürlich dabei und freuen sich, dass ihr Papa und Opa jetzt mehr Zeit in der Pension für die Familie hat. Foto: Decker  |  Nina Decker

Dabei hätte Thomas seine Periode, die noch bis zu den Gemeinderatswahlen im Herbst läuft, fertigmachen können. „Ich glaube, dass es das Beste für Bernhard ist, wenn er jetzt schon die Möglichkeit hat, die Geschicke in der Gemeinde alleine zu leiten. Er hat das richtige Gespür für diese Aufgabe“, sagt Thomas, der bei seinem Abschied dann doch ein wenig wehmütig wird. „Es war eine Zeit, die mich bereichert hat und die ich nicht vermissen möchte. Der Zeitpunkt für die Amtsübergabe ist gut überlegt. Bernhard bekommt einen geordneten Haushalt mit“, erklärt Thomas.

Dass die beiden Kommunalpolitiker in den letzten Jahren ihrer Zusammenarbeit viel voneinander gelernt haben, ist unbestritten. „Ich bin dankbar dafür, dass ich von Anfang an mitgestalten durfte“, erinnert sich Hirczy an seine Anfänge in der Gemeindepolitik.

„Ich hätte keinen besseren Nachfolger finden können“, streut Thomas seinem Nachfolger Rosen. Trotzdem will der Neo-Bürgermeister einiges anders machen. „Bis zu Wahl im Herbst soll ein Sitzungsplan für den Gemeinderat erstellt werden. Zudem wird es mit der Opposition regelmäßige Besprechungen geben, um Dinge auf dem kurzen Weg über die Parteigrenzen zu klären“, sagt Hirczy.