Erstellt am 04. September 2013, 00:00

Desolat, alt und trotzdem begehrt. Lösung in Sicht / Gemeinderat beschließt Rahmenbedingungen für möglichen Fortbestand des Hotels Raffel. Claudio Cocca ist im Spiel.

Die Gemeinde Jennersdorf hat bereits vor einem Jahr die Option auf den Kauf des desolaten Kulturzentrums gezogen und hält weiter daran fest.  |  NOEN
Von Carina Ganster

JENNERSDORF / Für die Maturanten des BORG schaut es gut aus, dass sie ihren Maturaball im November im Kulturzentrum nur unweit der Schule veranstalten können. Der Gemeinderat hat nämlich in seiner vergangenen Sitzung die Rahmenbedingungen für einen möglichen Fortbestand des Hotels Raffel im Zentrum von Jennersdorf mit den Stimmen aller Parteien beschlossen.

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Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Gemeinderat die Kaufoption auf das KUZ gesichert. Nach monatelangen Verhandlungen wurde dem Gemeinderat unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein Vertrag mit der „Pannonia Projektentwicklung GmbH“, Besitzer Claudio Cocca, präsentiert. „Unser Ziel ist es, das Zentrum zu beleben, den Gastronomiebetrieb sowie Hotelbetrieb zu erhalten und das Kulturzentrum als Stadtgemeinde zu betreiben“, sagt Bürgermeister Willi Thomas. Der Punkt „Beratung und Beschlussfassung über die nötigen Rahmenbedingungen für eine Weiterführung des Hotelbetriebs Raffel und den Erwerb des Kulturzentrums durch die Stadtgemeinde“ wurde einstimmig angenommen. „Weitere Details werden — auf Wunsch aller Beteiligten — erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben“, heißt es von der Gemeinde nach Anfrage der BVZ.

Aus Insiderkreisen war zu erfahren, dass die bevorstehende Zwangsversteigerung des Traditionsbetriebes trotzdem noch nicht vom Tisch sei. Eine Entscheidung fällt in den kommenden Wochen.