Erstellt am 22. Juli 2015, 06:06

von Carina Ganster

Wasser: Gemeinde sind Kosten zu hoch. Dt. Kaltenbrunn will neuen Aufteilungsschlüssel nach Wasserverbrauch bewirken. Wasserverband winkt ab.

 |  NOEN, Erwin Wodicka/Bilderbox

Die Zeichen zwischen Gemeinde und Wasserverband stehen auf Sturm. Grund dafür ist der laut Gemeinde „ungerechte Aufteilungsschlüssel“ für die Kostenabrechnungen. Dt. Kaltenbrunn – die einzige Gemeinde aus dem Bezirk Jennersdorf, die Mitglied im Wasserverband Thermenland ist – hat fünf Wassergenossenschaften, die die Gemeinde mit Wasser versorgen und nur im Notfall Wasser vom Wasserverband einspeisen. Genau das ist das Problem.

„Wir beziehen viel weniger Wasser und müssen trotzdem hohe Kosten zahlen, das sehen wir nicht ein und wollen, dass wir nach Wasserverbrauch und nicht nach Einwohnern zahlen“, erklärt Bürgermeister Erwin Hafner, der zugibt, dass Dt. Kaltenbrunn die einzige Gemeinde ist, die mit dem Aufteilungsschlüssel unzufrieden ist.

"Änderung nicht möglich"

Den Wunsch von Hafner winkt Heinz Peter Krammer, Obmann des Wasserverbandes, aber ab. „Alle sieben Mitgliedsgemeinden haben einstimmig bei der vergangenen Mitgliederversammlung für den Neuaufteilungsschlüssel gestimmt, auch Dt. Kaltenbrunn. Eine Änderung ist nicht möglich“, bleibt Krammer dabei, will aber weiter Gespräche mit Dt. Kaltenbrunn führen, um die Wogen wieder zu glätten.

Derzeit investiert der Wasserverband 3,5 Millionen Euro in den Ringschluss, um die Trinkwasserversorgung zu verbessern. Ein Ausstiegsszenario seitens der Gemeinde Dt. Kaltenbrunn gibt es nicht. „Wir werden weiter verhandeln“, meint Hafner.