Erstellt am 25. Juni 2013, 10:10

Fest der Vielfalt. Abschlussveranstaltung des Projektes „FRAJE“ ging in Jennersdorf über die Bühne.

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Im Jahr 2010 traten Frauen, deren Kinder den Kindergarten oder die Schulen vor Ort besuchten, an die Frauenberatung mit dem Wunsch heran, ihre Deutschkenntnisse verbessern zu wollen. Aus diversen kleinen Projekten ging dann schlussendlich die Projektidee „FRAJE - Frauen mit und ohne Migrationshintergrund in Jennersdorf“  hervor.

Zielgruppe waren Arbeit suchende Frauen ohne Migrationshintergrund ab dem 45. Lebensjahr oder Migrantinnen, also Drittstaatsangehörige, mit Deutschkenntnissen. Ein „Fest der Vielfalt“ bildete nunmehr den Abschluss des Projektes, das am 14. Jänner gestartet und am 21. Juni 2013 abgeschlossen wurde.

„Dieses innovative Projekt für Frauen, ob mit oder ohne Migrationshintergrund, unterstützt seit Beginn des Jahres Frauen am Weg in die Berufstätigkeit und hilft ihnen, sie in ihre berufliche Zukunft zu begleiten. Besonders freut es mich, dass ich dieses Projekt, das in Kooperation mit dem Österreichischen Integrationsfonds, dem burgenländischen Volksbildungswerk und dem Verein Frauen für Frauen umgesetzt wurde, auch von Landesseite unterstützen durfte“, betonte Frauenreferentin Landesrätin Verena Dunst im Rahmen der Festveranstaltung. 

Das Projekt wurde bei einer Teilnehmerinnenzahl von 16 Personen in mehrere Abschnitte geteilt und bei einem Gesamtkostenaufkommen von 10.000 Euro mit 1000 Euro vom Frauenreferat des Amtes der Burgenländischen Landesregierung subventioniert. Die Projektkosten für die Migrantinnen wurden vom Integrationsfonds Burgenland übernommen. Der 1. Teil hatte einen 10-wöchigen Deutschkurs für Drittstaatsangehörige, der 2. Teil einen 4-wöchigen PC-Grundkurs, der 3. Teil ein 8-wöchiges Bewerbungstraining inklusive Praktikum für ältere, arbeitsuchende Frauen und Teilnehmerinnen des Deutschkurses, und der 4. Teil eine Abschlusswoche mit Reflexion und Vorbereitung des „Festes der Vielfalt“ zum Inhalt. Gesundheitsfördernde und kreative Einheiten ergänzten das Angebot.

Projektziele waren die Schaffung von Angeboten für gemeinsame Aktivitäten von Frauen mit und ohne Migrationshintergrund, die Festigung und Erweiterung von Sprachkenntnissen, die Unterstützung beim Wiedereinstieg ins Berufsleben, das Aneignen von spezifischen Fachkenntnissen (Computerkenntnisse, …), ein Bewerbungstraining, die Sensibilisierung des Körper- und Gesundheitsbewusstseins, die Steigerung des Selbstbewusstseins und der Handlungskompetenzen, die Förderung des interkulturellen Austauschs sowie die Förderung der Wertschätzung der eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten anderer.

Dunst dazu abschließend: „Integration findet vor Ort statt! - dieser Satz bringt gleichzeitig etwas Wesentliches zum Ausdruck über die Art und Weise, wie Integrationspolitik im Burgenland funktioniert. Wir können im Burgenland auf ein tolles Integrationsnetzwerk verweisen. Die soziale Durchmischung ist im Burgenland durchaus gewährleistet. Dieses Fest und das Projekt an sich tragen wesentlich dazu bei. Als Frauenlandesrätin ist es mir wichtig, Aus- und Weiterbildungschancen für die Burgenländerinnen anbieten zu können. Dieses Projekt ist etwas ganz besonderes, weil es Frauen aus der Region mit unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Charakteren, Frauen ohne und Frauen mit Migrationshintergrund zusammenführt – ein Projekt das verbindet.“