Erstellt am 24. Februar 2016, 05:24

von Carina Ganster

Mogersdorf packt mit an. Im ehemaligen Kinderheim wurden 18 Asylwerber untergebracht. In Rax mussten jedoch 13 Personen das Quartier verlassen, weil es keine Genehmigung gab.

 |  NOEN, APA/Hans Klaus Techt
Ein ständiges Auf und Ab herrscht derzeit bei den im Bezirk untergebrachten Asylwerbern. Während die Anzahl der in Rax untergebrachten Flüchtlinge aufgrund fehlender Genehmigungen auf 13 halbiert wurde, sind seit Kurzem 18 Personen in Mogersdorf untergebracht.

Damit will Bürgermeister Josef Korpitsch „einen Beitrag leisten zur Lösung des gesamteuropäischen Problems“: „Wir müssen alle zusammen halten und ich bin überzeugt, dass die Integration in Mogersdorf gut gelingen wird.“

Auch pensionierte Lehrerinnen meldeten sich

Untergebracht sind die 18 Personen, darunter neun Kinder, im ehemaligen Kinderheim. Das Gebäude wurde von einem ungarischen Baumeister gekauft und adaptiert.

Begleitet werden die Flüchtlinge von bereits Deutsch sprechenden Asylwerbern aus Minihof Liebau, auch die Bevölkerung hat schon ihre Hilfe angeboten: „Die Pfarre ist sehr engagiert, aber auch pensionierte Lehrerinnen haben sich gemeldet“, erzählt Korpitsch.

Er will jetzt das Gespräch mit dem Sportverein suchen und die Asylwerber auch in die Gemeindearbeit einbinden: „Mit Hilfstätigkeiten ist beiden Seiten geholfen.“

Jennersdorf: „Eingliederung klappt sehr gut“

In Rax hingegen musste die Anzahl der untergebrachten Asylwerber wieder auf 13 reduziert werden – auf Anordnung des Landes: „Weil die Räumlichkeiten nicht geeignet waren, hat das Land in Absprache mit der Gemeinde die Verlegung der Asylwerber angeordnet“, erklärt Bürgermeister Willi Thomas. Wohin die Personen verlegt wurden, weiß er nicht.

Aktuell sind in der Stadt 30 Asylwerber untergebracht, die Integration funktioniere gut. „Wir wissen sowohl von Privaten als auch von den vom Land zur Verfügung gestellten Unterkünften, dass die Eingliederung sehr gut klappt“, sagt Thomas. Für die private Unterkunft läuft derzeit das Genehmigungsverfahren, ist dieses positiv abgeschlossen, könnten wieder mehr Asylwerber ziehen.

„Wenn baurechtlich alles in Ordnung ist, sehe ich kein Problem, wieder mehr Personen unterzubringen“, erklärt auch Referatsleiter Gerhard Hauptmann. Mit 6. Feber waren rund 120 Flüchtlinge im Bezirk Jennersdorf untergebracht. Das jüngste Quartier befindet sich in Eltendorf, wo derzeit 23 Personen, davon acht Kinder unter vier Jahren, untergebracht sind. Das Haus ist für maximal 33 Personen zugelassen.
 

Aktuelle Zahlen

Deutsch Kaltenbrunn  8
Dobersdorf  5
Königsdorf 10
Mogersdorf 18
Poppendorf 36
Eltendorf 23
Jennersdorf 22
Rax 13
Weichselbaum 10

Quelle: Hannes H. Wuerkner