Erstellt am 27. August 2014, 08:36

von Carina Ganster und Daniel Fenz

Golfplatz vor Verkauf. Übernahme bis Ende des Jahres / Konsortium rund um SV Eltendorf Präsident Willi Goldschmidt will Golfplatz Loipersdorf übernehmen. Skepsis bei stillen Teilhabern erschwert Gespräche.

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Burgenlands südlichster Golfplatz könnte schon bald einen neuen Eigentümer bekommen und noch dazu keinen Unbekannten in der Region. Willi Goldschmidt, Präsident des SV Eltendorf, plant mit einem Konsortium den Golfplatz Loipersdorf zu kaufen.

„Ich bin guter Dinge, dass diese Causa bis Ende des Jahres positiv abgeschlossen ist.“
Willi Goldschmidt

„Ich bin guter Dinge, dass diese Causa bis Ende des Jahres positiv abgeschlossen ist“, bestätigt Goldschmidt die Gerüchte. Mehr Details will sich der Millionär aber noch nicht entlocken lassen, dafür seien die Gespräche noch nicht weit genug fortgeschritten.

In seinem beruflichen Leben hat Willi Goldschmidt alles erreicht: Mit seiner Energiefirma in Asien wurde er zum Millionär. Vor mehr als einem Jahr kehrte er nach Österreich zurück, um dem Fußballklub seiner Jugend, dem SV Eltendorf, zum Aufstieg zu verhelfen. Das lässt er sich Millionen kosten.

Die nächste große Investition in seine Heimat soll jetzt eben der Kauf des grenzüberschreitenden Golfplatzes werden, der derzeit noch im Mehrheitseigentum der Raiffeisenbank Steiermark ist. Diese möchte aber aus wirtschaftlichen Gründen den Golfplatz nicht länger in ihrem Eigentum haben.

Drei Gemeinden aus Bezirk sind beteiligt

Sowohl die Stadtgemeinde Jennersdorf als auch die Gemeinden Heiligenkreuz und Rudersdorf sind als stille Teilhaber am Golfplatz beteiligt, wobei die Gemeinde Jennersdorf mit 72.000 Euro die meisten Anteile am Golfplatz hält. Über die genaue Konstellation wollte Jennersdorfs Bürgermeister aber nichts verraten, aber: „Wir werden in der kommenden Gemeinderatssitzung Anfang September darüber sprechen, ob wir mit der Übernahme einverstanden sind.“

Gerüchten zufolge steht nämlich im Raum, dass Willi Goldschmidt und sein Konsortium dem Kauf nur zustimmen, wenn die stillen Teilhaber, eben auch die drei südburgenländischen Gemeinden, auf ihre Anteile verzichten. „Für uns als Gemeinde ist es nur schwer vorstellbar, Geld herzuschenken, aber dem Gemeinderat kann ich nicht vorgreifen“, hält sich auch Jennersdorfs Vizebürgermeister Bernhard Hirczy bedeckt.