Erstellt am 08. April 2013, 11:19

Hangrutschungen: Entspannung in Neuhaus. In der von Hangrutschungen in der Vorwoche besonders betroffenen Gemeinde Neuhaus am Klausenbach (Bezirk Jennersdorf) habe sich die Lage am Wochenende durch das trockene Wetter entspannt, sagte Bürgermeister Helmut Sampt (V).

APA12141714-2 - 02042013 - NEUHAUS - …STERREICH: ZU APA 0098 CI - Im südburgenländischen Neuhaus am Klausenbach (Bezirk Jennersdorf) ist es seit Wochen vermehrt zu Hangrutschungen gekommen. Seit dem Osterwochenende hat sich die Lage verschlechtert und vier Häuser seien gefährdet. Im Bild: Eine Hangrutschung die auch eine Straße in Neuhaus beschädigt hat. +++ WIR WEISEN AUSDRÜCKLICH DARAUF HIN, DASS EINE VERWENDUNG DES BILDES AUS MEDIEN- UND/ODER URHEBERRECHTLICHEN GRÜNDEN AUSSCHLIESSLICH IM ZUSAMMENHANG MIT DEM ANGEFÜHRTEN ZWECK ERFOLGEN DARF - VOLLST€NDIGE COPYRIGHTNENNUNG VERPFLICHTEND +++ APA-FOTO: SAMPT HELMUT  |  NOEN, SAMPT HELMUT (APA)
Bis Sonntagmittag sei das Erdmaterial noch in Bewegung gewesen. Sampt war Montagfrüh bei dem gefährdeten Haus, dort sei die Rutschung mittlerweile stabil: "Es hat sich überhaupt nichts mehr bewegt."

Auch die anderen Rutschungen - insgesamt gebe es zehn im Gemeindegebiet von Neuhaus - seien "ziemlich stabil", schilderte der Bürgermeister. Montagvormittag wurde im Ort ein für Wildbachverbauung und Lawinenschutz zuständiger Experte des Landwirtschaftsministeriums erwartet. Vom Minister gebe es den Auftrag, ein Sanierungskonzept zu erstellen und die Kosten zu ermitteln.

Der durch die Rutschungen entstandene Schaden dürfte sich nach seiner Einschätzung fürs Erste zwischen 100.000 und 200.000 Euro bewegen. "Das könnte auch mehr werden", meinte Sampt.

"Unterstützung ist ja schon bereits teilweise zugesagt", so der Bürgermeister. Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich (V) hatte bei einem Besuch am Freitag angekündigt, als Sofortmaßnahme 50.000 Euro zur Verfügung zu stellen. "Ich nehme an, dass das in den nächsten Wochen überwiesen wird", meinte der Ortschef.

Zudem habe der Minister auch angekündigt, dass man für die Gesamtsanierung vom Bund her über den Katastrophenfonds 60 Prozent bekommen werde. Landeshauptmann Hans Niessl (S) hatte am Sonntag erklärt, 300.000 Euro für den Bezirk Jennersdorf sowie über Bedarfszuweisungen weitere 200.000 Euro bereitzustellen.

Einen gewissen Teil werde auch die 970 Einwohner zählende Gemeinde zu tragen haben. Das sei trotzdem noch eine Belastung,"weil unsere Finanzen sind sicher sehr knapp, wir haben fast keinen Spielraum", erläuterte Sampt. Durch den "Jahrhundert-Winter" seien allein die Kosten für den Winterdienst von 10.000 Euro im Vorjahr auf bisher 40.000 Euro im heurigen Jahr gestiegen: "Das belastet das Budget schon sehr."

Auch für die zweitgrößte Rutschung, wo oberhalb von drei Häusern ein ganzer Hang in Bewegung geraten war, müssten auf dem schnellsten Wege Maßnahmen getroffen werden, so Sampt. Nun hoffe man auf stabiles, trockenes Wetter: "Der Schnee ist jetzt über das Wochenende verschwunden. Wir haben momentan fünf Grad plus, es scheint die Sonne." Durch den Wind beginne es abzutrocknen, das Wasser höre endlich auf, zu rinnen.

Nun stehen Sanierungsarbeiten bevor, weil die Straßen zu den Häusern für die Anrainer gebraucht würden. Auch für die Arbeit in der Landwirtschaft würden die Wege gebraucht, die teilweise abgesperrt oder nur zur Hälfte befahrbar seien. "Und das ist halt ein Problem", so der Bürgermeister.