Erstellt am 21. Mai 2014, 09:00

von Carina Ganster

Haus rutscht weiter. Eltendorf | Haus der Familie Gibiser ist noch immer gefährdet. Sanierung kostet 150.000 Euro – die Finanzierung ist aber unklar.

 |  NOEN, Nina Decker
Seit mehr als einem Jahr bangt die fünfköpfige Familie Gibiser um ihr Haus. Das Eigenheim droht nach den Regenmengen und der Schneeschmelze im Jahr 2013 noch weiter abzurutschen. Ein Jahr hat die Familie auf ein vom Wildbachverbau angefertigtes Gutachten gewartet, das jetzt an die Gemeinde gesendet wurde. Der Inhalt ist für die Familie verheerend.

Kegel hält: „Das ist unser einziger Anker“

„Das Haus rutscht noch immer ab. Laut den Aussagen der Techniker sind es ,gewaltige‘ Wege, die das Haus im vergangenen Jahr zurückgelegt hat“, zitiert Bürgermeister Josef Pfeiffer aus dem Gutachten. Die Messungen wurden mittels in die Erde eingesetzte Sonden durchgeführt. Diese wurden vor einem Jahr eingesetzt.

Doch was bedeutet das jetzt für die Familie, die noch immer in dem abrutschgefährdeten Haus wohnt: „Für uns ist es natürlich unangenehm zu wissen, dass wir in einem Haus wohnen, das rutscht. Die Gutachter haben uns aber versichert, dass das Haus nicht ganz abrutschen kann, weil es auf einem ziemlich festen Kegel befestigt ist. Das ist unser einziger Anker“, sagt Hausbesitzer Horst Gibiser.

Finanzierung der Sanierung noch unklar

Fest steht, dass die Sanierung des gefährdeten Hangs noch heuer beginnen soll. „Wahrscheinlich aber erst im Herbst“, weiß Bürgermeister Josef Pfeiffer. Was noch unklar ist, ist die Finanzierung der Sanierung, die rund 150.000 Euro kostet und zu 60 Prozent vom Bund, zu 30 Prozent vom Land und zu 10 Prozent vom Besitzer getragen werden soll.

„Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Da wird es noch Gespräche mit der Gemeinde geben müssen“, sagt Gibiser, der sich mit seinem Problem etwas allein gelassen fühlt. „Die Gemeinde hat sich schon sehr bemüht, aber der Informationsfluss wird mit zunehmender Dauer des Problems immer weniger“, ärgert sich der Hausbesitzer.