Heiligenkreuz

Erstellt am 02. August 2016, 12:13

von Carina Ganster

Lenzing baut aus. Faserhersteller investiert 100 Millionen Euro, 70 davon in den Standort Heiligenkreuz. 25 neue Arbeitsplätze werden geschaffen.

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Im Wirtschaftspark tut sich in den kommenden Monaten einiges. Zwar ist es mit der Ansiedelung der Firma Magna nichts geworden, dafür lässt der Faserhersteller Lenzing mit großen Neuigkeiten aufhorchen. Lenzing investiert in Österreich nämlich über 100 Millionen Euro in neue Produktionskapazitäten für Spezialfasern, 70 Prozent davon werden in den Standort Heiligenkreuz fließen.

„Damit bauen wir unsere Weltmarktführerschaft bei den Spezialfasern weiter aus und schaffen für unsere Kunden schon jetzt stark nachgefragtes, zusätzliches Faserangebot“, erklärt Lenzing-Vorstandsvorsitzender Stefan Doboczky. Lenzing hat sich im Rahmen der neuen Konzernstrategie zum Ziel gesetzt, den Anteil von Spezialfasern an den Umsatzerlösen bis zum Jahr 2020 auf 50 Prozent zu steigern.

Lokale Betriebe sollen vom Ausbau profitieren

Dieser Anteil liegt derzeit bei 42,4 Prozent. Der nun beschlossene Ausbau um 35.000 Tonnen an zusätzlichen Produktionskapazitäten für Spezialfasern in Heiligenkreuz und Lenzing – und ein kleinerer Teil im britischen Grimsby – ist der erste Schritt eines größeren Investitionsprogramms. 10.000 Tonnen der zusätzlichen Menge sollen den Kunden noch heuer zur Verfügung stehen. Der Großteil der Investitionen wird in den Jahren 2016 und 2017 umgesetzt werden. Beim Bau der neuen Anlagen setzt die Lenzing Gruppe auf die interne Expertise im Bereich Technik. Zusätzlich werden lokale Unternehmen aus der Bauwirtschaft sowie dem Gewerbe und Handwerk eingesetzt.

In Heiligenkreuz werden durch die Investitionen in die zusätzlichen Produktionskapazitäten weitere 25 Arbeitsplätze geschaffen. Für den Standort bedeutet die Investition eine Stärkung seiner Rolle als Produzent von neuartigen „Premium-Fasern“, die von den Forschern und Anwendungstechnikern in Lenzing gemeinsam mit den Kunden entwickelt werden.

Niessl: Aufwertung des Wirtschaftsstandortes

LH Hans Niessl (SP) im Landhaus bei Eingang der ersten offiziellen Hochrechnung.  |  NOEN, APA/Schlager

Landeshauptmann Hans Niessl sieht im Ausbau auch eine weitere Aufwertung des Wirtschaftsstandortes Südburgenland: „Mit dieser Investition ist der Standort Heiligenkreuz langfristig gesichert und lässt zusätzlich 25 neue Arbeitsplätze im Südburgenland entstehen. Beim Bau der neuen Anlage werden lokale Unternehmen aus der Bauwirtschaft sowie dem Gewerbe und dem Handwerk eingesetzt. Somit profitiert die Region von diesem Investment mehrfach.“

Niessl weiter: „Seitens des Landes versuchen wir, auch für burgenländische Unternehmen weiterhin die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Etwa mit einer raschen Umsetzung der S7, wo wir mit Lenzing einen Unterstützer für diese Verkehrsverbindung gefunden haben.“

Hirczy: Große Bereicherung für die Region  

zVg

Jennersdorfs Bezirksparteiobmann Bernhard Hirczy begrüßt die Investition der Lenzing Gruppe in den Standort Heiligenkreuz: „Lenzing besticht durch Beständigkeit und ein faires Lohnniveau (Kollektivvertrag für Chemische Industrie) – und tut damit der gesamten Region gut!“

Als „große Bereicherung für den Bezirk Jennersdorf“ bezeichnet Bezirksparteiobmann und ÖVP-Arbeitnehmersprecher Bernhard Hirczy die Investitionen der Lenzing Gruppe in den Standort Heiligenkreuz: „Die weitsichtige Firmenstrategie der Lenzing-Gruppe schafft dringend benötigte Arbeitsplätze im Südburgenland und sichert den Standort langfristig ab. Unzählige Familien sowie Klein- und Mittelbetriebe der Region werden davon profitieren“, betont Hirczy.  

Wichtiger Impuls für Businesspark

Gleichzeitig sei der Erfolg ein Auftrag für Landeshauptmann Hans Nießl. „Die Lenzing-Investition ist die größte Investition eines Betriebes in das Südburgenland in den vergangenen zehn Jahren – und das ganz ohne die Hilfe der Politik. Damit setzt Lenzing einen wichtigen Impuls für den Businesspark Heiligenkreuz und zeigt Nießl und seiner Regierungsmannschaft, wie vernünftige Arbeits- und Wirtschaftspolitik gemacht wird.

Das Südburgenland braucht noch mehr wirtschaftsfreundliche Akzente: Die Lenzing-Investition darf nur der Startschuss sein! Weitere Betriebe sollen dem Beispiel folgen – die S7 wäre dafür hilfreich", sagt Hirczy abschließend und dankt Lenzing Heiligenkreuz-Geschäftsführer Bernd Zauner für seinen Einsatz.