Heiligenkreuz , Heiligenkreuz im Lafnitztal

Erstellt am 01. September 2016, 05:35

von Carina Ganster

Neue Ideen für Businesspark. Während die Firma Klimesch in Sachen Melonen-Anbau im Businesspark ihre Fläche verdoppeln will, sollen auch für kleinere Unternehmen Angebote geschaffen werden.

Heidi Höller und Businesspark-Geschäftsführer Walter Lorenz.  |  BVZ

„Wie kann man den Businesspark ohne S7 attraktiv gestalten?“ Dieser Frage gehen Businesspark-Geschäftsführer Walter Lorenz und sein Team nahezu jeden Tag nach, während die Bevölkerung und die Politik weiterhin darauf wartet, dass die umstrittene Schnellstraße durch‘s Lafnitztal „endlich“ gebaut wird.

25 neue Jobs nach Heiligenkreuz gebracht

„Wir können nur mit dem arbeiten, was wir haben und das ist Biogas und Biomassen und 25 Hektar Freifläche, die darauf warten, gepachtet zu werden“, erklärt Lorenz und spielt unter anderem darauf an, dass die Firma Lenzing Ressourcen aus den vorhandenen Anlagen nutzt und ein neues Konzept entwickelt wurde, um die Freiflächen zu besetzen.

Ein erster Clou ist dem Businesspark mit der Ansiedelung der Firma Klimesch gelungen, die 25 neue Jobs nach Heiligenkreuz gebracht hat. Das Unternehmen beliefert den Rewe-Konzern mit Rosen, Melonen, Kohlsprossen und Porre, die in Heiligenkreuz auf 26 Hektar angebaut werden. „Aufgrund der steigenden Nachfrage von regionalen Produkten beabsichtigt Klimesch im kommenden Jahr die Nutzfläche auf rund 50 Hektar zu erweitern, um vor allem Wassermelonen anzubauen“, erklärt Lorenz.

Gemeinsam mit Jägerschaft Nutzung der Freiflächen

Auch die Nachfrage von kleineren Unternehmen steigt enorm, bislang konnten aber keine Flächen verpachtet werden, da diese alle zu groß waren. „Wir müssen in die Infrastruktur investieren, um kleinere Flächen zugänglich zu machen. Ein ausgearbeitetes Konzept muss nur mehr von der Generalversammlung beschlossen werden“, will Lorenz einer Sitzung im Oktober nicht vorgreifen. Nur so viel dazu, 5.000 Quadratmeter sollen kleinen Unternehmen zur Verfügung stehen.

In der Zwischenzeit nutzt der Businesspark in Zusammenarbeit mit der lokalen Jägerschaft die Freiflächen, um einen Beitrag zum Landschaftsschutz zu leisten. Um Wildschäden bei Monokulturen zu umgehen, werden Freiflächen nicht gemäht. „Damit schaffen wir einerseits eine Nahrungsquelle für Vögel, Fasane und Hasen oder Rebhüher und schaffen andererseits Öko-Nischen“, erklärt Lorenz.