Erstellt am 09. September 2015, 05:37

von Carina Ganster

Hoffnung auf Schulerhalt. Eine Gesetzesänderung scheint die letzte Chance zum Schulerhalt. Mindestschülerzahlen werden nämlich nicht erreicht.

 |  NOEN, APA/Georg Hochmuth
Der heurige Schulbeginn könnte der letzte in der Neuen Mittelschule gewesen sein. Wie bereits seit Monaten bekannt ist, schafft es die Schule bis zum Stichtag am 1. Oktober nicht, 80 Schüler für das Schuljahr 2016/17 anzumelden. Derzeit liegt die Mindestschülerzahl für Neue Mittelschulen bei 90, ab dem Schuljahr 2016/2017 gilt dann die Zahl 80.

Aktuell besuchen 73 Schüler die südlichste Neue Mittelschule des Landes. Bürgermeister Helmut Sampt setzt derzeit alle Hebel in Bewegung, um die Schule aber doch noch zu retten.

Mithilfe seiner ÖVP-Fraktion soll in der kommenden Landtagssitzung eine Gesetzesänderung beschlossen werden, mit der die Mindestschülerzahl von 80 fallen würde. Die ÖVP hat diesbezüglich einen Entschließungsantrag im Landtag eingebracht.

ÖVP rudert zurück und will Gesetz ändern

Ein Meinungsschwenk, denn die ÖVP hat in der Zeit als Regierungspartner der SPÖ dieser Regelung zugestimmt. „Wir wollen den Erhalt aller NMS-Standorte im Burgenland. Anstatt Schülerzahlen sollen regionale, geografische und infrastrukturelle Merkmale gelten“, zitiert ÖVP-Landtagsabgeordneter Bernhard Hirczy aus dem Antrag, den die ÖVP in der kommenden Landtagssitzung einbringen will.

Die wohl letzte Chance von Ortschef Sampt. „Nur eine Gesetzesänderung kann die Rettung für die Erhaltung des Standorts sein, ein ‚Zuzugswunder‘ bis 1. Oktober wird wohl nicht geschehen“, zeigt sich Sampt verzweifelt.

Wird die Mindestschülerzahl vom burgenländischen Landtag nicht aufgehoben, wird die NMS Neuhaus ab kommenden Schuljahr höchstwahrscheinlich aks Expositur (Außenstelle) der NMS Jennersdorf geführt. „Da stellt sich aber die Frage, ob das die Eltern überhaupt hinnehmen würden. Eine Lösung ist das nämlich auch nicht“, ist Sampt überzeugt.