Erstellt am 10. Juni 2015, 06:06

von Carina Ganster

Hundebesitzer: Bis zu 1.100 Euro Strafe. Jennersdorfer Gemeinderat erlässt Verordnung zur Vermeidung von Verunreinigungen öffentlicher Flächen durch Hunde.

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Der Gemeinderat wird Hundebesitzer, die die Verunreinigungen ihrer Tiere nicht von öffentlichen Flächen entfernen, künftig zur Kasse beten. Konkret heißt das, wenn jemand einen Vorfall bei der Polizei anzeigt, kann die Behörde strafen.

„Verunreinigungen nehmen überhand“

„Entscheidend für dieses Durchgreifen war, dass die Verunreinigungen durch verantwortungslose Hundebesitzer überhand nehmen. Die einzige Möglichkeit, dieses Problem zu lösen, war, diese Verordnung zu erlassen“, erklärt Bürgermeister Willi Thomas (ÖVP).

Dafür ausgesprochen hat sich auch die SPÖ, die sich sogar für eine Leinen- oder Beißkorbpflicht ausspricht. „Wir haben die Forderung nach einer Verordnung schon vor längerer Zeit angedacht und auch im Stadtrat diskutiert“, begründet SPÖ-Stadträtin Karin Hirczy-Hirtenfelder ihren Entschluss der Verordnung zuzustimmen.

Zahlen – oder sechs Tage Ersatzfreiheitsstrafe

Ortschef Thomas macht auch auf den Aspekt aufmerksam, das Jennersdorf als Tourismusgemeinde vermehrt in der Öffentlichkeit steht. „Mit mehr als 100.000 Nächtigungen pro Jahr sind wir verpflichtet, ein gepflegtes Ortsbild zu haben. Hundekot auf Gehsteigen ist keine positive Werbung“, ist Thomas überzeugt.

Wird ein Hundebesitzer künftig angezeigt, wenn er den Hundekot auf öffentlichen Flächen nicht entfernt, warten harte Strafen auf ihn.

„Bis zu 1.100 Euro, und im Falle einer Uneinbringlichkeit sechs Tage Ersatzfreiheitsstrafe, sind die Höchststrafen bei dieser Verwaltungsübertretung“, weiß Bezirkshauptmann Hermann Prem.