Erstellt am 20. August 2014, 11:39

von Claudia Hochwarter und Vanessa Bruckner

Thermen hui, Bäder pfui. Nicht nur Bäder schaffen Abkühlung, sondern auch das Wetter selbst. Verlust bei Freibädern, den Thermen gefällt?s.

Wann wird's mal wieder richtig Sommer? Der Himmel weint derzeit laufend - und die Freibadbetreiber mit ihm mit.  |  NOEN, Hochwarter

Heißer Mai, verregneter Juli. Das Wetter dieses Jahres ist vor allem für die Freibäder ungünstig. Aufgrund des Regens bleiben die Gäste aus. Das Schwimmbad in Oberwart bemerkt die geringere Frequentierung, um von einem Verlustgeschäft zu sprechen, sei es, laut Kassier Mark Tölly, allerdings noch zu früh.

„Unser Freibad ist auch heuer gut besucht"

Ähnlich natürlich auch die Situation im Jennersdorfer Freibad. Kaum Badegäste. Dafür sind aber dazugehörige Anlagen, wie beispielsweise der Beachvolleyballplatz, so Vizebürgermeister Bernhard Hirczy, trotz des bescheidenen Wetters der letzten Wochen gut besucht. Einzig das Allwetterbad in Pinkafeld kann auch mit dem Regen ganz gut leben.

Bei 29°C warmem Wasser im Außenbecken muss die Sonne nicht unbedingt scheinen, um Besucher anzulocken. „Unser Freibad ist auch heuer gut besucht, da durch das angeschlossene Hallenbad die Möglichkeit gegeben ist, bei Schlechtwetter einfach reinzugehen“, erklärt Leiter Werner Ulreich.

Das Freibad in Güssing verzeichnet schon jetzt große Einbußen bei den Besucherzahlen. „Letztes Jahr hatten wir am besten Tag um die 1.000 Besucher. Heuer hatten wir am bisherigen Spitzentag nur 600 Besucher. Neben dem Regenwetter trägt aber auch die steigende Anzahl an Swimmingpools zu den geringeren Besucherzahlen bei“, erklärt Gilbert Lang von der Stadtgemeinde Güssing.

Regenwetter Goldes wert für die Thermen

Wer vom verregneten Sommer bislang am meisten profitiert, sind die Thermen. Die Therme Loipersdorf verzeichnet im Vergleich zum Juli des Vorjahres einen Gästezuwachs von 17 Prozent.

Auch die Allegria Therme in Stegersbach und die Avita Therme in Bad Tatzmannsdorf freuen sich über die Regentage. „Aktuell haben wir fünf Prozent Plus an Besuchern im Vergleich zum Vorjahr“, berichtet der Geschäftsführer der Avita-Therme, Peter Prisching. Was auffällt: Thermen bauen ihre Außenanlagen aus, um auch bei Schönwetter mehr Gäste anzuziehen. Eine zunehmende Konkurrenzsituation für die Freibäder der Region – als wäre des Wettergottes schlechte Laune nicht schon genug.