Erstellt am 07. Oktober 2015, 04:42

von Carina Ganster

Flüchtlinge für Rax. Ein Nachtclub soll zur Unterkunft für 30 Flüchtlinge umgebaut werden. Land prüft derzeit Auflagen.

 |  NOEN, Nina Decker
Der Zuzug von Flüchtlingen stellt die Kommunen auch im Bezirk vor immer größere Probleme, sodass auch unkonventionelle Lösungen gefragt sind – auch in der kleinsten Bezirkshauptstadt des Landes.

Ex-„Cocotte“ als neue Heimat für 30 Menschen

Das „La Cocotte“ in der Raxer Hauptstraße ist vielen Jennersdorfern aktuell noch als Nachtclub bekannt. Schon bald aber soll das Etablissement die neue Heimat von 30 Flüchtlingen werden, zumindest wenn es nach dem Betreiber geht.

Der will nämlich die Konzession für seinen Nachtclub zurückgeben. Beim Land Burgenland hat er bereits um die Bewilligung als Flüchtlingsunterkunft angesucht. Eine Begehung der Baubehörde, also der Gemeinde, hat bereits stattgefunden.

„Entscheidung kann bereits in wenigen Tagen folgen“

„Seitens der Behörde spricht nichts gegen die Unterbringung von Flüchtlingen. Allerdings sollen nicht wie geplant 30 Personen einziehen, sondern weniger. Die Räumlichkeiten eigenen sich als Wohnraum, sind allerdings für 30 Personen zu klein“, erklärt Bürgermeister Willi Thomas.

Beim Land Burgenland wird derzeit geprüft, ob der Betreiber die Auflagen erfüllt. „Die Entscheidung kann bereits in wenigen Tagen folgen. Dann könnte der Betreiber mit der Beherbergung von Flüchtlingen bereits starten“, heißt es vom Büro des zuständigen Landesrates Norbert Darabos.

Aktuell sind in Jennersdorf zwölf Flüchtlinge untergebracht, drei in der Arche und neun im ehemaligen Bauhof der Gemeinde. Auch der Bezirk erreicht aktuell die Quote nicht, weil nur vier Gemeinden (Königsdorf, Jennersdorf, St. Martin an der Raab und Minihof Liebau) Flüchtlinge untergebracht haben (siehe dazu Seite 9 der dieswöchigen BVZ-Printausgabe).