Erstellt am 15. April 2016, 11:54

von Carina Ganster

Fremdwährungskredit ist im Visier. In der Causa rund um den Jennersdorfer Franken-Kredit schaltete die Landesamtsdirektion die Staatsanwaltschaft ein.

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In Absprache mit den Rechtsanwälten sicherte sich die Gemeinde im Feber die Bankgarantie in der Höhe von 150.000 Euro. Jetzt gibt es abermals Neuigkeiten in der Causa rund um den Franken-Kredit.

Im Zuge der vergangenen Gemeinderatssitzung wurde bekannt, dass die Landesamtsdirektion die Staatsanwaltschaft eingeschalten hat, um den Eisenstädter Finanzberater zu überprüfen.

„Mitverantwortung soll geklärt werden“

„Möglicherweise war er gar nicht berechtigt, derartige bankähnliche Geschäfte mit der Gemeinde Jennersdorf durchzuführen. Auch eine Mitverantwortung des Geschäftsführers der Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Gemeinde Jennersdorf Bernhard Hirczy und von Bürgermeister Wilhelm Thomas soll geklärt werden“, erklärt Grünen-Stadtrat Robert Necker in einer Presseaussendung.

Die Opposition ist seit vielen Monaten darum bemüht, die „undurchsichtigen Finanzgeschäfte“ zu klären. „Die ÖVP hat sich von diesem Eisenstädter Finanzberater über den Tisch ziehen lassen. Weder seine Bonität, noch seine Berechtigung bankähnliche Geschäfte durchzuführen wurde vor Abschluss des Fremdwährungsgeschäftes überprüft. Bekanntlich haben sich weitreichende Ausfallshaftungen des Finanzberaters zwischenzeitlich in Luft aufgelöst, da dieser über die dafür nötigen Mittel gar nicht verfügt“, meint Necker.

Wifög-Geschäftsführer Bernhard Hirczy beurteilt die Ermittlungen als positiv. „Vielleicht bekommen wir dann endlich eine Antwort der Finanzmarktaufsicht“, meint Hirczy. Diese hat nach einer Anzeige der Opposition im vergangenen Herbst in der Gemeinde ermittelt, eine Stellungnahme blieb aber aus.