Jennersdorf

Erstellt am 20. Juli 2016, 10:31

von Carina Ganster

Petition Lkw-Nachtfahrverbot: BH am Zug. Nachdem sich das Land für nicht zuständig erklärte, beschloss der Gemeinderat eine Übermittlung an die Behörde.

Anrainer fordern ein Nachtfahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen.  |  NOEN, www.BilderBox.com

Bereits Anfang Dezember beschloss der Gemeinderat, eine von einem Anrainer eingebrachte Petition über ein Nachtfahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen für die gesamte B 57 im Stadtgebiet von Jennersdorf, Rax-Bundesstraße 33 bis zur Firma Niederer, der L 116 bis zum Kreisverkehr und auf der L 426 Ortstafel bis zur Kreuzung an der B 57, an den Petitionsausschuss des Landes weiterzuleiten.

Dieser entschied im März, dass er dafür nicht zuständig sei und verwies die Gemeinde, die dafür zuständige Bezirkshauptmannschaft zu kontaktierten. Mehr als drei Monate später kommt der Gemeinderat auf die Bürger-Bitte zurück und beschloss die Übermittlung an die BH, die sich in einem Verfahren darum kümmern wird.

Eingebracht wurde der Antrag aufgrund des stark steigenden Lkw-Verkehrs in den Tag- und speziell in den Nachtstunden. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Behörde für das Lkw-Nachtfahrverbot stimmt, ist aber klein. Das Land schrieb nämlich in seiner Stellungnahme, dass die derzeitige Verhängung eines Nachtfahrverbotes nicht möglich sei.

Ein Lkw-Fahrverbot wird kommen, sobald die S7 fertiggestellt ist, weil erst dann eine vernünftige Ausweichroute zur Verfügung stehe. Damit will sich Bürgermeister Willi Thomas aber nicht zufriedengeben. „Die BH ist jetzt am Zug und wird hoffentlich im Sinne der Bürger entscheiden. Zum Thema S7 kann ich nur von einer Farce sprechen. Ein Spatenstich vor den Wahlen und dann passiert nichts. So sieht Bürgernähe und Verantwortungsbewusstsein nicht aus“, meint Thomas.