Erstellt am 15. Oktober 2014, 09:56

von Carina Ganster

Jetzt wird geprüft: „Verkehrte Welt“. Nachdem die Gemeindeaufsicht die Kündigung fordert, prüft die Gemeinde Jennersdorf alle Empfehlungen der Gemeindeaufsicht.

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„Alle Empfehlungen der Gemeindeaufsicht werden überprüft und in der nächsten Gemeinderatssitzung im November diskutiert“, reagiert Bürgermeister Wilhelm Thomas auf ein Schreiben der Gemeindeabteilung zum Thema Fremdwährungskredit (

).

Klar sei: „Uns geht es um Fakten und eine sachliche Diskussion. In dieser Angelegenheit arbeiten wir auch mit externen Experten zusammen,“ so Thomas.

„Leichtfertiger Umgang mit Geld der Jennersdorfer“

„Der SPÖ geht es nicht um eine sachliche Lösung, sondern um eine Schmutzkübel-Kampagne gegen die Gemeinde“, ist Thomas überzeugt. Völliger Blödsinn, kontert SPÖ-Stadträtin Karin Hirczy-Hirtenfelder.

„Es kann nicht sein, dass hier leichtfertig mit dem Geld der Jennersdorfer umgegangen wird. Zudem hat die Stadtgemeinde nicht die finanziellen Möglichkeiten für derartig spekulative Kredite“, kontert Hirczy-Hirtenfelder.

„Mehrkosten eines Ausstieges werden von Experten berechnet“

Fakt ist, dass bei der nächsten Gemeinderatssitzung eine Entscheidung getroffen wird. „Wir wollen den Gemeinderat entscheiden lassen, ob das Kursrisiko miniert werden soll und der Empfehlung der Gemeindeaufsicht Folge geleistet wird. Die Mehrkosten eines Ausstieges werden von Experten berechnet“, erklärt Thomas und fordert Zusammenarbeit von der Opposition.

Im Oktober 2006 wurde ein Gemeinderatsbeschluss gefasst, für einen von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft aufgenommenen Kredit in Höhe von 743.000 Euro. Dieser Beschluss wurde Land genehmigt.

Im Mai 2008 wurde der bestehende Kredit in einen endfälligen Schweizer-Franken-Kredit umgewandelt, für den es keine Haftung des Gemeinderates gibt. Lediglich eine Garantieerklärung der Bank in der Höhe von 150.000 Euro.