Erstellt am 29. Oktober 2014, 09:01

von Michael Pekovics

100.000 Euro mehr pro Jahr. Michael Pekovics über eine Gebühr, die in Oberwart längst überfällig ist.

In kaum einer anderen Stadt der Region finden so viele Veranstaltungen statt wie in Oberwart. Im Gegensatz dazu steht, dass die Bezirkshauptstadt eine der wenigen größeren Kommunen ist, die noch keine Lustbarkeitsabgabe, auch „Kartensteuer“ genannt, von den Veranstaltern einhebt.

Beim ersten Versuch, diese einzuführen, scheiterte Stadtchef Georg Rosner (ÖVP) auch am Widerstand seiner eigenen Fraktion. Ab 2015 soll es nun aber so weit sein, dass von jeder verkauften Eintrittskarte einer Veranstaltung in Oberwart zehn Prozent abzuführen sind. Vorrangig soll diese Maßnahme externe Veranstalter – vor allem Sportvereine oder Schulen – treffen, die das Messezentrum mieten.

Für Rosner geht es nun darum, eine Mehrheit im Gemeinderat zu finden. Dafür müssen klare Richtlinien ausgearbeitet werden, die auch rechtlich hieb- und stichfest sind, Stichwort Gleichheitsgrundsatz. Eine andere Möglichkeit wäre, die Kosten für Oberwarter Vereine über Subventionen auszugleichen.

Dann stellt sich aber die Frage, ob die Mehreinnahmen nicht durch die höheren Förderungen und mehr Verwaltungsaufwand gleich wieder verpuffen …