Erstellt am 01. April 2015, 09:16

von Michael Pekovics

210 Löhne fallen ab August weg. Michael Pekovics über die Schließung der Triumph und die Folgen für die Region.

Das Südburgenland ist nicht nur wegen der Triumph-Schließung am absteigenden Ast. Da nutzen all die Beteuerungen der Politik, es seien Millionen EU-Förderungen in die Region geflossen, nichts. Egal ob Kaufkraft, Einkommen oder Angebote des öffentlichen Verkehrs – der Süden hinkt den anderen Landesteilen hinterher, das ist Fakt.



Die Schließung des Triumph-Werks ist nur eine logische Folge des Systemwandels, in dem wir uns befinden. Eigentlich ist es ja verwunderlich, dass derart arbeitsintensive Produkte überhaupt noch in Österreich, dem fünftreichsten Land der Welt, hergestellt wurden. Trotzdem kommt das Aus überraschend, wurde doch erst ein „Sloggi-Kompetenzzentrum“ für Oberwart präsentiert.

Die Hoffnung währte nicht lange, ab August stehen rund 200 Frauen ohne Einkommen da. Davon sind natürlich auch die Familien betroffen, für die das Gehalt der Mutter einen wesentlichen Anteil am Budget darstellte. Diese Kaufkraft wird nun fehlen. Denn es ist nicht zu erwarten, dass in der Region ab Anfang August 200 neue Mitarbeiter gesucht werden – weder im Tourismus noch im Pflegebereich.