Erstellt am 01. Juli 2015, 08:42

von Michael Pekovics

Bis 2030 wird viel passieren. Michael Pekovics über den Uhudler, die Rodungsbescheide und warum alles gut wird.

Die Bestätigung der Rodungsbescheide der Bezirkshauptmannschaft Güssing durch den Landesverwaltungsgerichtshof ist keine große Überraschung. Schließlich haben die Winzer, so zumindest die derzeitige Rechtsansicht, gegen gültiges Recht verstoßen und trotz EU-Verordnung widerrechtlich ausgepflanzt.

Zumindest jene vier, die mit den ausgepflanzten Reben Wein produzieren wollten. Drei andere, denen die Absicht der Weinproduktion nicht nachgewiesen werden konnte, kamen mit einem blauen Auge davon.



Die aktuelle Rechtslage kann von der Politik geändert werden. Die Parteien waren ja vor der Landtagswahl sehr bemüht darin, sich als Retter des Kulturguts zu präsentieren – und haben diese Chance noch nicht vertan. Es geht schließlich darum, einen Weg zu finden, dass Uhudler wieder ausgepflanzt werden kann und auch über das Jahr 2030, wo die Legalisierung endet, produziert und konsumiert werden kann.

Ob das rechtzeitig für die vier betroffenen Winzer passiert, darf bezweifelt werden. Dass der Uhudler in welcher Art und Weise auch immer nach 2030 genossen werden kann, sollte angesichts des langen Zeithorizonts aber möglich sein.