Erstellt am 27. August 2014, 07:02

von Michael Pekovics

Der Betrieb hat's in der Hand. Michael Pekovics über Sinn und Unsinn von Pflicht- und Ferialpraktikas.

Wie in vielen anderen Berufsbildenden Höheren Schulen (BHS), müssen ab diesem Schuljahr auch Schüler der Handelsakademien und der Handelsschulen ein verpflichtendes Praktikum im Ausmaß von mindestens zwei Monaten innerhalb von fünf Jahren absolvieren.

Das macht auf einen Schlag allein in den drei Bezirken des Südburgenlandes rund 600 Schüler mehr, die sich eine Praktikumsstelle in den Sommermonaten suchen müssen – und der Andrang ist schon jetzt gewaltig.

Erfahrungsgemäß gibt es zwei Arten von Ferialjobs: Solche, bei denen man „richtig“ arbeitet und dadurch auch etwas lernt, und solche, bei denen man Kaffee holen und den Kopierer benutzen „darf“. Ersteres ist oft die lobenswerte Ausnahme, denn wie man von vielen jungen Menschen zu hören bekommt, gibt es so einige Firmen und Behörden in der Region, die den Praktikanten nichts zutrauen und sie mehr als lästige Pflicht denn als Bereicherung wahrnehmen.

Das ist aber der falsche Ansatz, denn was gibt es für ein Unternehmen Besseres, als wenn ein potenziell neuer Mitarbeiter den Betrieb schon aus seiner Praktikumszeit kennt.