Erstellt am 04. März 2015, 09:53

von Michael Pekovics

Die Büchse ist jetzt geöffnet. Michael Pekovics über die fehlenden Ärzte – am Land und im Spital.

Das Beispiel der Stadt Jennersdorf, die den lang gesuchten neuen Arzt mit 54.000 Euro „Förderung“ unter die Arme greift, könnte beispielhaft für viele andere Gemeinden sein.

Denn schon in wenigen Jahren wird der Bedarf angesichts der vielen knapp vor der Pension stehenden Landärzte massiv steigen – vor allem in abgelegenen Gegenden. Auch die Krankenhäuser in Oberwart und Güssing sind wieder mal auf der Suche nach neuen Medizinern, allerdings in leitenden Funktionen – siehe auch den Artikel aus der dieswöchigen BVZ:

Da dürften sich dann doch einige Ärzte melden, wird dieser Job relativ gut entlohnt und unterliegt noch dazu nicht dem Arbeitszeitgesetz, länger arbeiten (und mehr verdienen) ist also möglich. Darüber hinaus werden aber weitere fünf Mediziner für die Häuser in Oberwart und Güssing gesucht.

Beide Fälle zeigen, dass die Preise steigen, wenn der Bedarf das Angebot übersteigt. Darauf wird sich die Politik letzten Endes einstellen müssen – egal ob es um Land- oder Spitalsärzte geht. Schließlich zählt die medizinische Versorgung der Bevölkerung zu den wichtigsten Aufgaben des Staates. Billiger wird es das aber nicht geben.