Erstellt am 25. Februar 2015, 09:47

von Daniel Fenz

Ein Amt mit jeder Menge Prestige.

Für viele kam die Entscheidung von Unterschützens Obmann Hans-Werner Kirnbauer sehr überraschend, als Boss des Fußballvereins zurückzutreten. Lange Jahre stand er „seinem“ Verein vor, führte ihn mit geschickter Hand und stürzte sich nie in finanzielle Wagnisse. Seine Entscheidung, nicht mehr zu kandidieren, muss man respektieren.

Der einzige (kleine) Kritikpunkt? Vielleicht hätte er den Schritt früher bekanntgeben müssen, um seine Kollegen nicht unter Zugzwang zu bringen. Generell ist es aber das alte Leid: Menschen für ein Funktionärsamt zu begeistern, ist schwierig. Vor allem die Funktion als Obmann ist ein Problemfall. Man denke nur an Litzelsdorf oder Badersdorf, wo dieselben Probleme herrschten.

Mit dem SK Unterschützen kann man das aber kaum vergleichen, denn die Gemeinde steht hinter dem Verein, der in den letzten Jahren immer wieder für tolle Ergebnisse und Erlebnisse sorgte und dessen Wiese wohl zu den Schönsten im Süden zählt. Trotzdem ist unklar, wer neues Oberhaupt wird, die Zeit drängt.

Gerade jetzt wäre es für potenzielle Kandidaten an der Zeit, sich der positiven Aspekte dieses Amts zu besinnen: Denn nach wie vor ist ein Obmannamt bei einem angesehenen Fußballklub vor allem eines: prestigeträchtig.